Titel hier eingeben

Es ist schon Monate her, dass ich schrub. Man (also ich) verliert ja den Duktus des Bloggers, den man (also ich) eigentlich schon 2002 verloren hatte, eh man (also wirklich) überhaupt anfing. Mehrfach war ich dewegen im Beleidigtengefängnis bei trocken Stoch und einem faden Nurzensüpplein, fast täglich. Damals schrub ich über Ello und wie ich nicht mehr etwas in Twitter reinschreiben möchte. Mehr…

Ich hab geträumt, ich wäre Ochsen- schwanzsuppe essen mit meinem Webmaster E. Smith

Gut, es gibt so Lebensmittel. Ravioli zum Beispiel. Als ich mein Elternhaus in die erste Alleinwohnung verlassen habe, war da ein Mikrowellenherd in dieser Wohnung verbaut. Mein erster Mikrowellenherd. Da ich zwischen einem Buch- und Schallplattenantiquariat und dem Lebensmitteldiscounter “Plus” wohnte und darüberhinaus um wenig Penunzen verfügte, kaufte ich, statt, wie es korrekt gewesen wäre, im Bioladen mit der unfreundlichen Inhaberin, lieber Dinge bei Plus, die ich in der Mikrowelle mit Käse überbackte. Man kann quasi alles mit Käse überbacken. Man kann auch ein rohes Ei mal in der Mikrowelle erhitzen. Mehr…

Sag Ello zu einem Fremden

Hier, es gibt ein neues Socialdings. Nämlich das hier. Ja, okay. Das gibt es auch, aber ich meine natürlich dies hier. Da bin ich jetzt. Also ich bin natürlich in erster Linie im Ponyhof-Büro und an der Seite meiner Frau. Ich bin natürlich in erster Linie an der Seite meiner Frau und im Ponyhof-Büro. hh hh h. So rum. Und ich bin auch viel im Bett. Ich bin quasi immer im Bett. Ich habe schon Magazine im Bett gefertigt, die anschließend Designpreise gewonnen haben. Mehr…

Alkmaar

“Die Frau” zu sagen, finde ich irgendwie seltsam. So Sibylle Bergesk. Also so, wie jemand, der so sein will. Also Sibylle Berg zu sein, ist sicher nicht das Schlechteste, aber Leute, die sein wollen wie andere, die sie nie sein werden, auch nicht so vom Geschmack her und sogar noch nicht mal die die Frisur wird je so sein, die sind ja immer so ein bisschen… hh hh h. Aber “meine Frau” zu sagen, klingt so besitzergreifend. Sie gehört ja leider nicht mir. Also, sie gehört (hoffentlich für sie) auch keinem anderen, sie gehört (hofffentlich für sie) nur sich selbst. Also sag ich halt “die Frau”, aber ich möche nicht wie jemand anderes sein, auch wenn das jetzt seltsam klingen mag für Leute, die mich kennen. Die Frau hat heute gesagt: “Komm, wir fahren mal nach Alkmaar”. Ich habe vergessen, wieso. Ich könnte sie fragen, sie sitzt ja da drüben zwischen mir und dem Meer, aber dann ist es ja auch langweilig. Also sind wir nach Alkmaar gefahren. Wenn die Frau es sagt, dann fahre ich (und die Frau auch) nach Alkmaar. Immerhin gibt es einen Rudi Carrellplaats und mit dem AZ Alkmaar einen Erstligaclub und – Sie werden ausrasten – Alkmaar ist Partnerstadt von Darmstadt!!! Interessanterweise habe ich heute die ganze Zeit die Frau mit der Frage gelöchtert, ob wohl irgendjemand in Holland Rudi Carrell kennt. Den ganzen Tag. Das war ein bisschen wie bei Lady Di. Und dann… ja, es ist richtig, Rudi Carrell kommt aus Alkmaar. Wer hätte das gedacht? Eventuell hätten Sie es von der Tatsache der Existenz eines Rudi Carrellplaats ableiten können. Aber Sie denken ja nicht mit.

Alkmaar hat auch ein Gewerbegebiet und Straßen, in denen rechter- und linkerhand würfelförmige Häuser aus Glas stehen, auf den die Logos von Kleidungs- und Lebensmittelunternehmen stehen, welche eventuell, so behauptet es der Verdacht, Menschen, mit (für uns ausgestopfte Puffottern) unvorstellbaren Minimallöhnen ausgestattet, für Ihre niederen Zwecke missbrauchen. Und mit “Menschen” meine ich jetzt nicht Berliner Medienschaffende, das sind ja strenggenommen keine richtigen Menschen, sondern richtige Menschen. Aber so ist das ja bei uns im Kapitalismus. Es gibt also Kriege, Ungerechtigkeiten, Kochsendungen, Mokkalikör, Kohlrabi und es gibt Gewerbegebiete.

Aber Alkmaar hat Sträßlein, Grächtlein und Örtlein mit putzigen geringelten Aufbauten zur Verkehrsleitung, kleine niedliche Menschen, die kleine und große niedliche Bäumchen gepflanzt haben und sie haben Bötchen im Wassser, welches durch ihre Grachten fließt, stehen. Diese Orte sind so von Wunderbarsupidupihaftigkeit durchdrungen, dass mir ganz schwummi wird. Man kann das nicht fotografieren. Ich habs versucht. Man kann es nur anschauen und in sein Herz einschließen oder man sollte versuchen, so man in irgendeinerweise auch nur einen Hauch von Stil und Großherzigtum in sich wohnen hat, dort hinzuziehen und diese Wunderbarsupidupihaftigkeit gemeinsam mit den Ureinwohnern zu bewahren, zu bewohnen und ggfl. zu bewässern. Ich habe schon viel gesehen in meinem Leben, naja, jetzt auch nicht soooo viel, aber in Europa schon ziemlich viel, fast alles, nein, nicht alles, aber schon eine ganze Menge, mehr als Du zum Beispiel. Aber diese Altstadt in Alkmaar, dieser Anblick heute, dieser Frieden, diese Ruhe… wenn das also ein dort wohnendes Volk vermag zu erschaffen, dass es so ist, dann muss dieses Volk unbedingt auch mal Fußballweltmeister werden. Ich fände also, dass Holland durchaus in Katar Weltmeister werden sollte. Die Verbindung von Louis van Gaal zu dieser Stadt (also Alkmaar) erwikipedien Sie sich einfach mal selbst. Ich saß also in Alkmaar auf dieser Bank. Da auf der anderen Seite, schräg gegenüber, sprangen Kinder in die Gracht. Sie taten das erfüllt mit Freude und ohne sich gegenseitig zu schubsen, zu treten oder alberne Parolen auf Häuserwände zu sprühen. Es war wie in Bullerbü. Und keine Erwachsenen machten Ihnen einen Strich durch die Rechnung. Keine miese Nachricht aus der Welt des Zähneknirschens, der Zänkereien und des Verderbens trübte ihre Sinne. Es war Kindheit. So wie sich Leute in ihren Wahnvorstellungen ihre eigenen Sommerferien früher vorstellen. Nur halt in echt. Vielleicht ist dieser Ort das Paradies. Backsteinhäuschen mit putzigen Vorgärtchen und wilden Hintergärtchen, mit Grundstückchen am Wasser, mit Stegen mit Booten, die schwappend und schmatzend hin und her wippten. Die Luft, die Farbe der Luft wie Vanilleeis mit heißen Himbeeren, trug nur Laute von Tüdelü und Hach mit sich. Mir schwanden die Sinne. Wenn es die Holländer bitte möglich machen, dass das bis in alle Ewigkeit dort stattfindet, wie in irgendeiner nicht geschriebenen Geschichte von Astrid Lindgren oder Erich Kästner. Dass der selten gewordene Frieden da bitte erhalten bleibt und alle Birken, Japankiefern, Weiden und Pappeln genauso da stehen blieben, bis ich und die Frau uns eines der dort zum Kauf angebotenen Häuschen leisten können und dort dann ein Teil der Puzighaftigkeit werden (und hoffentlich nicht kaputt machen). Ach wär das schön. Wir richten auch Gästezimmerchen ein und Sie dürfen uns alle dort besuchen. Aber einer nach dem anderen.

Ich wünschte, ich würde mich für Desinteresse interessieren

Wenn man nicht so mobil ist, ist Mobilität ein großes Thema. Ich sage das weil: Komplizierteste Sachverhalte wollen es, dass ich auf Krückies durch die Gegend tanze. Vorteil: Ich muss niemandem beim Umzug helfen, man trägt mir Kaffee an den Schreibtisch und schaut mich traurig an. Nachteil: Bla bla bla bla bla und so weiter und so fort plus Mitleid. Freddy Nietzsche schrub dazu in seinem knorkigen Bestseller „Der Antichrist“: „Nochmals gesagt: Dieser depressive und kontagiöse (ansteckende) Instinkt kreuzt jene Instinkte, welche auf Erhaltung und Wert-Erhöhung des Lebens aus sind: er ist ebenso als Multiplikator des Elends, sowie als Konservator alles Elenden ein Hauptwerkzeug zur Steigerung der decadence.“ Ein paar Zeilen vorher schreibt er noch: „Das Leiden selbst wird durch das Mitleid ansteckend.“ Alles von Nietzsche ist gut. Mitleid ist unlustig und sogar noch unlustiger, als eh schon die Immobilität. Diese Widerum ist gar nicht so unlustig. Sie ist vor allen Dingen lästig, weil alle default erwarten, dass man rumsteht, tanzt und die Berge und die Fußgängerzonen auf und ab wandert. Und die Welt ist auch so gemacht. Will man beispielsweise in den Urlaub fahren, fährt man genau bis zum Zielort und ab da ist alles Leben wandern. Man wandert die Schongse Lisseh lang oder auf den Mt. Pommes Schranke oder durch Bankok bei Nacht oder wenigstens wohnt man in einem vierstöckigen Appartment ohne Aufzug und mit Treppen aus Höllenhackfleisch. So ist das Leben. Geher sind on top, Humpelnde oder Sitzies sind der letzte Dreck. Wenn sich die Gerechtigkeitsindustrie da mal was einfallen lassen würde. Danke.

Doch genug gejammert. Fiel mir nur grad so ein. Persönliche Details zum Thema per DM oder im Zwiegespräch bei einem Maßkrug Rotwein-Cola. Viel zu viel Zeit wende ich für mein Hobby “Interesse” auf. Interesse ist lästig. Man ist sich ständig am Interessieren und kommt zu nichts. Ich habe daher erst neulich mein Interesse an der bildenden Kunst und an der von mir gehörten Musik abgelegt. Es hat mir zu viel Kopfzerbrechen gemacht. Beide Kulturbrummer sind vom Kommerz und den Gedanken an den nächsten Kommerz in mundgerechte Stücke zerhackt worden. Nur, wer ganz am Anfang allen Denkens steht, also ein junger Mensch oder der Inhaber eines Lebenszeit raubenden Accounts bei Twitter, kann sich mit der präkomplexen Komplexität der Komplexität auf komplexe Weise beschäftigen ohne, dass die Gefahr einer Gehirnimplosion besteht. Oder zum Beispiel Greg LeMond, der Gewinner der Tour de Francen 1986, 1989 und 1990, der hat eine eigene Sitzstange, also eher so ein Ständer, auf dem er verkrampft lehnt, wenn er in einer nach ihm benannten Sendung auf dem Sportkanal Eurosport zu den Vorgängen des aktuellen Tour de France-Tages schweigt. Ich kann noch nicht mal ahnen, was das zu bedeuten hat. Ich würde gerne dahinter kommen, aber ich sehe ihn so selten, dass ich kaum einen Moment finde, ihm eine Stellungnahme zu diesen eigenartigen Vorkommnissen abzuringen. Genaugenommen sehe ich ihn nie. Ich habe keinen Kontakt zu ihm. Ich kenne ihn praktisch ja auch nur aus dem Fernsehen, für dessen Inhalte mich durchaus interessiere, nicht jedoch für Kunst und für Musik und das aber auch erst seit neulich, aber auch nicht für Greg LeMond, wenn ich ehrlich bin. Viele im Geiste jung und also auf eine charmante Weise auch Zurückgebliebenen, welche sich durchaus in meiner Altersgruppe befinden, so runzel- und haarausfalltechnisch, meinen mir erzählen zu müssen und meinen es nicht nur, sondern sie erzählen es mir auch und zwar brühwarm, wie sehr sie mein Desinteresse an der Kunst verachten oder sich zumindest nicht sicher sind, ob nicht zufällig… ich hab den Faden verloren. Dafür habe ich es mal gedanklich durchgespielt, wie mein Leben sich verbesserte, würde ich mich für Fernsehübertragungen von Dartturnieren interessieren. Es sind in etwa 11,3% Verbesserung. Naja. Nicht schlecht. Aber nochmal zurück zu Greg LeMond. Der sitzt also bei Eurosport auf so einer Stange, so einem Gestell, und neben ihm steht ein Typ, der aussieht wie der leibhaftige Barbier von Sevilla und LeMond sagt kein Wort in dieser Sendung. Ich habe noch nicht herausgefunden, warum er dann da sitzt und musste mit Erschrecken feststellen, dass er nur wenige Jahre älter ist, als ich. Aber er sagt weniger. Genauer gesagt, sagt er nichts. Vielleicht ist das die Zukunft des Fernsehens. Schweigende Protagonisten. Ich glaube gelesen zu haben, irgendjemand hat Greg LeMond mal mit einer Schrotflinte in den Hintern geschossen. Aber warum sitzt er dann auf dieser Stange? Manchmal wünsche ich mir, dass meine Fragen beantwortet würden. Dass einfach mal ein Leser, gerne auch eine attraktive Leserin, in den Kommentarfeldern auf meine Fragen und wenn möglich auch auf meine Gefühle eingehen möge. Aber das wird wohl nur ein Wunsch bleiben, der irgendwann am Rande des Wunschalls still implodiert und ein schwarzes Loch hinterlässt, welches milliardenfache Sonnenmassen in sich… äh… dingsbumms. Sie wissen schon.

Die Geburt des Popantentums

Jetzt wo ich Pippi muss, fang ich an zu bloggen. Großartig. Gestern hatte ich den Twitterlöschbutton schon angedingst. Aber dann hab ich’s doch sein lassen. Man kennt ja so viele Leute die einem Witze erzähen, da möchte an doch nicht drauf verzichten. Oder Non-mentions. Die sollte man im Auge behalten. Meistens meint das Internet Dich selbst. Es geht ja nur um Dich und um mich. Die meinen  doch mich, oder?

Eigentlich ist es ja auch egal. Ich habe mir neulich eine Hobbyklimaanlage gekauft. Nix großes. Nur so für Spinner. Aber es hilft diese Gluthitze aus dem Zimmerchen zu vertreiben. Die Eiswürfelmaschine macht Blopp. Alles von kühl ist gut. Heute habe ich im Büro gesessen und auf den Monitor gestarrt. Ich dachte, man könnte ja mal was erzählen, wie man es besser machen könnte, aber nach einer Weile angeregten und zweckstiftenden Gerede merkt man, wie die Leute einfach wegfallen, in sich zusammensacken. Ich rede dann einfach noch ein bisschen weiter, bis es selbst mir zu blöd ist und ich freue mich, dass ich einen Drehstuhl habe, mit dem ich mich 1A wegdrehen kann. Auch innerlich. Möglicherweise ist die Mute-Funktion auf Twitter so etwas ähnliches, wie nicht mehr zuhören, aber noch da sitzen und visuell den Anschein erwecken, als sei man ganz Ohr. Hab ich mir gerade überlegt. Ach naja. Man kann es sich nicht aussuchen. Man hat ja auch immer so viel zu erzählen. Das Gehirn spuckt unentwegt Lochkarten mit Inhalt aus. Aber wer kann schon Lochkarten lesen? In meiner Phantasie geht der unweigerliche Moment des letztendlichen Verrücktwerdens so: Man sitzt so da und alles klimpert, klirrt, scheppert und macht bla bla bla um einen herum. Dann hört man ein Klicken und eh man sich noch fragen konnte, was das wohl für ein Klic… Rauschen. Und das ist es dann. Ich glaube das Rauschen ist etwas ähnliches wie Erleuchtung nur ohne anstrengende Fakirmaßnahmen oder teure ZEN-Kurse. Man kann prima abschalten. Dann. Endlich. Die Höchststrafe für jemanden wie mich, ist ein Massenbüro. Ich konnte mir früher® noch nicht mal vorstellen, wie das gehen sollte. Ich dachte® immer, das kann doch niemand wirklich wollen. Das ist doch Folter. Es ist aber auch ein bisschen wie Zirkus. So wie 360°-Kino. In HD, 3D und Dolby-Surround und ein bisschen wie, wenn man eine Bratwurst in zu heißes Pfannenfett wirft. So wie S-Bahnsurfen. Wie in einer zu kleinen Umkleidekabine im Hochsommer, die Hose reißt im Schritt und von draußen ruft das Frollein, ob alles in Ordnung sei. Aber auch wie bei “Einer flog über das Kuckucksnest”. Auch für die anderen. Wahrscheinlich. Ich sag mir immer, Junge, schalt ab. Setz Dir Kopfhörer auf, nimm bewusstseinsunterdrückende Drogen, schlaf Dich mal richtig aus. Aber, ach… es ist ja mein Beruf. So berrückend und erquickend zu sein und immer an der Kante, nie um eine Idee verlegen, immer einen kessen Spruch auf Lager. Es ist ja mein Leben. Morgens der Frau ein Bussy geben und ihr wünschen, sie möge nicht hinfallen und dann durch den Wald auf den Ponyhof, wo das Ponybüro wohnt und abends mit Fun-Tinnitus wieder heim und der Frau ein Bussi geben und fragen ob sie nicht hingefallen sei. Ich musste eben wikipedien, ob es Bussy oder Bussi heißt. Ich bin nicht so bussigesellschaftlich anerkannt, ich kenne mich nicht aus. Ich sähe mürrisch aus, sagt man meine Frau. Also so default sähe ich mürrisch aus. Ich bin aber eher, naja, sagen wir… wie sagt man gleich? schläfrig, wie Ammoniumnitrat, traurig und happy wie so ein Wahnsinniger zugleich. Wie Cola. Wie so ein Colarausch, den man hatte, wenn man früher in der Linie 25 auf der letzten Bank saß und Cola aus Durstgründen gesoffen hat. Als die Cola noch in Weißblechdosen gelagert wurde. Damals war Cola ja wie so ein Heilmittel. Wenn mir schlecht war, trank ich Cola und mit dem schaumigen Rülpser entfleuchte das Unwohlsein aus meinem Leib hinaus in die Welt, wo es am Firmament zerplatzte. Das geht nicht mit Cola-Zero aus Polyethylenterephthalatflaschen. Auch okay, aber nichts im Vergleich zu Cola, gekühlt, 0,33l und aus Weißblechdosen. Aber die Zeit bleibt nicht stehen. Morgen fahre ich wieder durch’s Wäldchen in den Ponyhof und ärgere mich über Sport Utility Vehicle-Fahrer, die ihr beklopptes Fahrzeug nicht in den Randstreifen lenken können, wenn man ihnen auf der schmalen Straße entgegen kommt. Eines Tages erbitte ich den Fahrer oder die Fahrerin eines Sport Utility Vehicles höflich aus dem Fahrzeug zu steigen und ersuche sodann um die Erlaubnis jenen oder jene gemeinsam mit einem Sport Utility Vehicle, welches mittels eines stabilen Seiles an sein oder ihre Fesseln gefesselt ist, in einen reißenden Fluss schmeißen zu dürfen. Nächste Woche wünsche ich mir von der Kollegin gefüllte Pfannkuchen mit Hackfleisch und Champignons. Dazu saufen wir Vla aus dem Tetrapak und sitzen dabei unter dem neuen Sonnenschirm. Die Ponys quieken, die Vögel quaken und die Zeit plätschert so dahin. Vla tropft mir aufs frischgewaschene Hemd. Der Salzstreuer fällt runter. Wir unterhalten uns in Dialekten. Fliegen krabbeln kitzelnd über meinen rechten Arm. Telefongebimmel feiert fröhliche Urständ.

So ist das.

Jeden sapperloten Tag, bis in alle Ewigkeit.

First World Problem Child

Grad darüber nachgedacht, die Blogeinträge zur WM offline zu stellen. Manchmal hat man sowas. Aber dann, ach was soll’s. Heute morgen haben wir im Büro die Übertragung der Rückkehr der Weltmeistertypen beobachtet. Das war Rahmenprogramm war schlimm. Was denken sich dieses übergestülpten Macher, die Helene Fischer und die Höhner einladen und auch noch wirken lassen. Es ist dann doch irgendwie so, dass Welten zwischen den Welten liegen. Nach der WM ’86 sind wir in ein Argentinisches Steakhaus gegangen und haben dort Salzstreuer und Ketchupflaschen geklaut. Aus Rache. Manchmal hat man sowas. Jemanden einen Salzstreuer klauen, weil er aus Land kommt, aus dem auch Fußballspieler stammen, die… ach was soll’s. Ich soll ein Buch schreiben, hat man mir gesagt. Ich wüsste gerne, was ich da reinschreiben sollte. Eine Geschichte vielleicht? Von Liebe? Aus meinen Abenteuern in meinem Büro? Über Freundschaft am Arbeitsplatz? Über Salzstreuer aus Argentinien? Soll ich meine Memoiren schreiben? Ich kann mich kaum mehr erinnern was gestern war. Ich könnte über Kräuterseitlinge schreiben. Kräuterseitlinge könnte ich den ganzen Tag essen. Ich wollte mal mit einem Wohnmobil durch Europa fahren und ein Buch über Supermärkte machen. Wollte fremdländische Verpackungen fotografieren und fremdländische Ravioli kochen und Mineralwasser trinken und was über’s Rülpsen schreiben. Ein Standardwerk über das Rülpsen und zugleich eine elegische Reisebeschreibung in Kombination mit Bildern von Supermarktkassiererinnen in Action. Aber dann fand ich Supermärkte plötzlich uninteressant. Die große Zeit der Supermärkte ist vorbei. Supermärkte haben zu viel Zeug. Man weiss gar nicht mehr, was man kaufen soll. Und dann kauft man gar nichts und dann, ganz am Ende der Gänge, packt man hektisch grüne Bohnen, Vanille-Duschgel und knallbuntes Feinwaschmittel ein, weil man sich denkt, dann wär ich ja umsonst zu diesem Supermarkt gefahren. Man hat quasi nichts gekauft, dafür aber 157,86 Euronen bezahlt. Und dann schleppt man elf Tüten mit Nichts zum Auto. Vielleicht schreibe ich über Bogenlampen, hier stehen ja zwei rum. Bogenlampen sind der Knaller. Neulich habe ich über die Fußballweltmeisterschaft geschrieben. Ich habe mich bemüht auf amüsante Weise so zu tun, als habe ich keine Ahnung von Fußball. Das kam voll gut an. Fast wie so ein Handwerksblog. Wenn ich Katzen nicht so erbärmlich fände, würde ich über Katzen schreiben. Ich glaube, da hätte ich meine Leser und auch Leserinnen. Wenn ich Katzen nicht so erbärmlich finden würde. Es tut mir ja leid. Aber es ist ein Grauen mit Katzen. Vielleicht fände ich Katzen gar nicht so schlecht, wenn Menschen nicht so beschissene Katzengeschichten erzählen würden. Aber darf ich mich beschweren? Ich hatte mal eine Hasen, der hat getwittert. Wir haben uns eine bEstimMte aRt üBerLegT, wiE er sChrEibEn würde, wenn er schreiben könnte. Menschen haben ihm Weihnachtsgeschenke geschickt und sie haben ihm Briefe geschrieben. Er hatte seinen Duktus. Oft dachte ich, das ist nicht okay, dass er ungefragt einen Duktus bekommt. Er hätte womöglich nicht zugestimmt. Er hätte gesagt: “ABeR, iCh biN doCh gANz aNdErs, hAbT iHr dEN aRScH oFfen, miCH wiE eiNEn beScHiSsENen iDIoteN dArzUstELLeN?!” Manchmal tut es mir leid, dass wir ihm einen Duktus verpasst haben, weil wir wohl am Ende selbst dachten, er sei so, wie wir ihn gemacht haben. Ich glaube er wollte nur essen und schlafen. Ich vermisse ihn.

Wie ich den ganzen Tag Weltmeister war

Gestern, so um 21:45 Uhr, habe ich mich gefragt, was ich eigentlich hier seit vier Wochen mache. Wieso sitze ich gerade vor dem Fernseher und habe Angst. Angst, wie ich sie seltsamerweise noch nicht mal hatte, als sie mir 2011 wegen einer Blutvergiftung mein Bein amputieren wollten. Angst, die ich haben müsste, wenn ich mit 82 Millionen Vollidioten auf der Bundesautoban unterwegs bin. Angst, die ich vor dem Atomkrieg oder jedem Castor-Transport haben müsste oder wegen der CSU. Das ist irre. Und natürlich fragte ich mich dann, was ich überhaupt erwarte, was gibt es für mich zu verlieren und vor allen Dingen: Was gibt es überhaupt zu gewinnen?

Die Weltmeisterschaft im Fußball. Aber was habe ich davon? Wird meine Frau mich dann noch mehr lieben? Werde ich je wieder aufrecht gehen können? Wird es endlich Schwarzwälder Kirschtorte ohne Kalorien geben? Frieden in Nah- und Fernost? Atombomben ohne Atom? Eine Bundesliga ohne den HSV? Twitter ohne Idioten? Geld ohne Zinsen? Es wird nichts sein. Nichts, was jetzt schon wäre. Weder noch. Heute bimmelte um 6:45 Uhr mein Wecker. Er hätte sicher nicht um 5:45 Uhr, dieser von Hitler für alle Zeiten untauglich gemachten Uhrzeit, geklingelt, wären wir nicht Weltmeister geworden. Ich bin heute morgen aufgestanden, habe auf dem Weg in den Ponyhof die liebe Frau zum Bahnhof gefahren, mir im Büro einen Kaffee gemacht und anschließend bis um 20:30 Uhr vor einem Display gessen und hinein gestarrt. Die Kolleginnen haben wie immer vor sich hin gemurmelt, der Kollege war (wie immer) mit einem Wohnungsumzug beschäftigt. Der DHL-Mann brachte Pakete, die Postfrau brachte Briefe, die Ponys nickten mit den Köpfen, es gab Salat. Keine Ahnung was für ein Wetter draußen war, ich sitze den ganzen Tag in einem Rittersaal aus dem 13. Jahrhundert mit 2 Meter dicken Wänden. Ich hab’s gut. Ich kann nicht klagen. Ich bin Weltmeister. Ich schwenke keine Fahnen, verdresche keine Leute, hupe nur in Ausnahmefällen, hab mein Konto nicht überzogen, trinke keinen Schnaps auf der Arbeit. Mich regen keine Montage auf, kein Vogelgezwitscher. Ich schaue so gut wie nie Tatort und trinke seit 1998 kein Bier mehr. Ich bin heute morgen zum Auto geschluppt und habe mir gedacht, so schluppt also ein Weltmeister zum Auto. Das ist ja allerhand. Wer hätte das gedacht?! Habe ich das überhaupt verdient? Naja, so rein sportlich ohnehin nicht, aber auch sonst. Vielleicht geht’s aber trotzdem aufwärts mit der Wirtschaft. So weltweitmäßig. Vielleicht geht’s jetzt richtig los. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht ging es einfach nur darum, dass sich ein paar Jungs den Arsch aufreißen um am Ende eine goldene Krampfader in die Luft zu stemmen. Wie die sich gefreut haben. Wie die sich gefreut haben. Nicht so prollig, seelenlos wie die Typen von 1990 und 1974 und nicht so steif und im Rahmen emotionalen Todseins die 1. Strophe der Nationalhymne singend, wie die Herrschaften 1954. Nicht wie Lothar Matthäus sich freut oder Gerhard Schröder. So falsch, nicht ausgereift, so noch nicht mal bemüht. Sondern so richtig gefreut. Wie Buben. Wie, als hätten sie nicht schon vor und nach dem Gewinn dieses Spiels achtstellige Unsummen auf dem Girokonto gelagert. Einfach nur dafür haben sie das gemacht, dass sie mal Weltmeister sind. Das man mal schaut wie das ist. Einfach deshalb haben sie sich die Fresse polieren lassen und den Arsch aufgerissen. Egal wo ihre Eltern her- und wie ihre Kinder hinkommen und wie eigenartig gleichsam ihre Frauen aussehen. Einmal Weltmeister sein. Das ist ja auch extrem anstrengend. Ich könnte das nicht. Aber die Frau, die mit mir hier unter unvorstellbaren Bedingungen mit meiner Birkenwaldtapete und einer Winkekatze, sowie zwei Hasen und einer Eiswürfelmaschine wohnt, die Frau und ich, wir haben uns so gefreut. Wir haben uns leise gedrückt. Kurz beide gedacht, ohne es auszusprechen und um es schweigend direkt wieder zu verwerfen, wir könnte ja mal an einem Autokorso teilnehen. Nur, weil wir nicht wussten, wohin mit dieser Fußballfreude. Weil es eben kein 7:1 war, kein schnelles Tor nach drei Minuten. Kein leichter Weg, kein Geholze und Gebolze mit garylinekereskem Ausgang. Und diesmal ohne Helmut Kohl in der Umkleidekabine und ohne jeden Anflug von Vokuhilafrisur oder Pornobalken. Da waren sie einfach nur mehr oder weniger nette Jungs mit Flusen im Kopf, die vier Wochen lang lustige Dinge mit einer luftgefüllten Schweineblase… bla bla bla… Ja, was schreibe ich denn hier für einen Mist. Ich muss es löschen, ich darf das nicht veröffentlichen. So ein Quatsch. Ich muss doch darauf hinweisen, dass ich natürlich weiß, dass nicht in Weltmeister geworden bin. Ich muss Dingen sagen wie Schloch und Scheißrotgold. Ich muss mich echauvieren. Ich muss was wichtiges, kluges sagen zu diversen Krisenherden. Ich muss NSA sagen oder Neckarsulmer Strickwaren Union. Ich muss mich über Menschen lustig machen, die Nordic Walking-Stöcke verwenden. Ich muss Tatort kukken und darüber twittern. Ich muss die Reifen meines Hohlrollers flicken und um die Welt reisen. Ich muss IRR GENTT WIE ANDERRS SEINNNN… 

 

Am Ende gewinnt immer der Gewinner

Gleich ist Finale. Ich komme nicht mehr dazu, ich glaube ich kukk’s gar nicht. Ich habe keine Lust mehr. Ich frage mich, ob ich Fan eines Kreisligavereins werden soll. Ich stünde da alleine mit einer kalten R6 im Mundwinkel und schalem Bier im Becher und schaue mir an, wie die Mannschaft im Mittelfeld versinkt. Noch nicht mal regnen würde es. Tristesse K O M P L E T T. Um mal den Meister zu zitieren. Aber das wäre dann Fußball. Jetzt ist es irgendwas anderes. Das 7:1 gegen Brasilien und Louis van Gaal haben den Fußball kaputt gemacht. Und diese stundenlange Vorberichterstattung. Überhaupt, was ist denn Vorberichterstattung für ein Wort, welches ich hier beinahe wie selbstverständlich verwende? Es ist doch ein Graus.

Und dann: Jeder konnte doch sehen, dass es nicht unbedingt und ausschließlich an der gnadenlosen Brilianz der deutschen Nationalmannschaft lag, dass sie dieses komische Spiel gewonnen haben, sondern an den klebrigen Bewegungen der Brasilianer, denen jede Spiellaune abhanden gekommen schien. Da braucht man sich nicht zwingend was einzubilden, und das taten ja die Fußballspieler auch nicht. Anders jedoch die Medien. Mit welcher Arroganz der Südtiroler Markus Lanz in einer seiner Sendungen den Quoten-Argentinier Rodolfo Esteban Cardoso angrunzte, weil der kurz anmerkte, dass das Finale ja noch keinen Sieger, also auch keinen deutschen Sieger, habe. So was. Das muss man dem Trainer und der Mannschaft schon lassen. Solche Signale gab es da nicht. Jedenfalls keine, die ich vernommen hätte. Ja und deshalb muss man das jetzt erstmal gewinnen und dann kann man sich ja auch freuen. Aber wie kann man sich freuen? Soll man den Namen seines Landes aus dem Fenster brüllen? Einen Böller entzünden? Leise die Frau drücken? Am nächsten morgen nicht ins Büro gehen? Ausrasten und irgendwo einmaschieren? Ausländer aus dem Land rauschmeissen wollen? Gar nicht freuen? Bild-Zeitung kaufen? Schnaps saufen? So freuen, wie sich die FDP immer freut, wenn sie mal mehr als 5% Wählerstimmen haben, also stillos und unangebracht? Mit dem Auto einen Stau verursachen? Hupen? Was soll man denn machen, falls Deutschland heute abend Weltmeister wird? Natürlich, Deutschland wäre dann ja gar nicht Weltmeister, nur die Nationalmannschaft wäre dann Weltmeister und auch das nur im Fußballspielen und im Rahmen dieser zweifelhaften Organisation aus dem Land mit den Bergen. Verstehe. Also bin ich jetzt schon mal sauer. Wenn Argentinien gewinnt, weil ich das nicht möchte. Und wenn Deutschland gewinnt, weil ich ja all diese Freudenmaßnahmen ohnehin gar nicht unterstütze und zum Teil strikt ablehne. Also, die Frau leise drücken, das könnte ich mir noch vorstellen. Ich glaube, das mache ich. Falls die Frau nicht lieber hupen oder den Namen unseres Landes aus dem Fenster brüllen möchte.

Das Finale geht natürlich 4:1 4:0 für Deutschland aus. Zwei Tore davon schießt Gerd Müller oder wie der heißt. Ich glaube, da sind wir uns alle einig. Und natürlich fällt das Tor für die Argentiniern nur so am Ende, als alle schon am Feiern waren. Und die einzigen, die sich darüber so ungefähr 45 Sekunden lang aufregen, sind bin ich und Manuel Neuer. Also setzen Sie Ihre K O M P L E T T E Kamelherde auf einen 4:1 4:0-Sieg und kaufen Sie sich hinterher eine Kamelherde aus purem Silber Gold. Sie werden es nicht bereuen.

Kein Wind weht

(22:37 Uhr) Als säße ich auf der Kante des Bettes und träumte einen ruhigen, wattigen Traum. Was ist geschehen zwischen dem ersten WM-Spiel, das ich sah, an diesem 3. Juli 1974 und dem von heute. Es ist die 37. Minute und es steht 5:0 in der Halbfinal-Begegnung Deutschland gegen Brasilien. Was sich anhört wie einer meiner Vorhersagen, ist irgendwie nun unwirkliche Wirklichkeit. Wir sitzen da, die Frau und ich, neben mir die mit Eiswürfeln, Mineralwasser und Sprite Zero gefüllte Ruhrschüssel, die nur unmerklich schwappt, wenn ich daraus trinke, wie so ein Schwein. Ich sehe diese Einblendung, dieses Ding. Dieses Ufo, das auf der Erde gelandet ist und honigwabernde Brasilianer und diese Totenstille im Stadion, aus denen heraus langsam aufmunternde Schreie in die Ruhe dringen. Oscar vor dem deutschen Tor. Es ist als wäre alles ohne Hoffnung und ohne Rumms. Es ist seit Minuten wie in der 92. Minute. Aber es ist kurz vor der Halbzeitpause. Was soll nur passieren. Was soll nur werden mit den brasilianischen Hoffnungen? Die Zeit ist wie Kaugummi. Als wäre noch nie ein Spiel passiert. Als wäre das der Anfang von allem. Wie wenn Frieden wäre. Irgendwie. Und dann kommt nebenher und auch in Israel die Kriegsmaschinerie in Fahrt. Als wäre nichts. Als sei alles viel weiter weg als der Mond. Wir sitzen da. Wir rätseln. Wir schweigen. Die Tastatur vom Macbook klimpert eifrig. Meine Hände, taub von der Krankheit, suchen Buchstaben. Jetzt redet Merkel. Ich gehe aufs Klo. (22:55 Uhr)

@Videopunk schreibt, “Ach wenn man doch Tore gegen Frieden eintauschen könnte…”. Ja. Ja, ja. Das ist wohl so.

(23:18 Uhr) Klose ist raus und trinkt was. Viele Menschen sind inzwischen im Supermarkt. Ich weiß bis heute nicht, ob es Einfaltspinsel oder Einfallspinsel heißt. Ich überlege mir, dass es okay ist, wenn wir hier und da Fußball schauen obgleich zeitgleich Krieg & Seuche herrschen. Es ist nicht alles eins. Es sind so viele Welten. Es steht nie alles still. Ich arbeite ja auch, liebe Menschen, esse Kirschkuchen, lache… während des Krieges. Ihr Dummköpfe. Ihr sinn- und zwecklosen Dummköpfe, in Ereiferung erstarrend. Mir wird schlecht bei diesem Geschwätz. Geh raus und knick ein Ästchen im Weltgefüge um oder schweig. Es steht 6:0. Schürrle Fußballgott. 7:0 Schürrle. (23:34 Uhr)

Wir sind ein komisches Land. Statt im Staub zu stehen und zu dürsten, statt im Bombenhagel blutend dazuliegen, sitzen wir hier mit Chips und Sojawürstchen vor dem Flachbildschirm und jammern. Jammern. Die Brasilianer schießen das 1:7. Es ist alles geschossen und alles gesagt auf der Welt. An diesem seltsamen, unwirklichen Abend. Wie ist Fußball jetzt? Wir sitzen still und starren auf den Fernseher. Ein schmaler Grad zur Gönnerhaftigkeit und so, als wenn man alles hat und nichts mehr braucht. (23:52 Uhr)

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