Rosenholz am Strang – Tag 071

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Schauen Sie nur, was ich für ein Schlawiner bin. Nur weil die Schrift in der grafischen Headline „Rosewood“ heißt, heißt nun dieser Artikel auch so. Das war’s dann aber auch schon mit Rose und Wood.

Aber mal was ganz anderes. Und zwar habe ich soeben beschlossen, dass ich nun insgesamt diese Folge durchziehe bis zum Tag 999. Und dann mal sehen. Das wären dann insgesamt 1.000 Tage Home Office. Man soll ja ab und zu mal in die Zukunft schauen. Das könnte natürlich zu Depressionen unter den Leser*innen führen, denn dann wüssten sie ja, dass das alles hier MINIMUM 1.000 Tage dauert. Ja, das würde dann bis zum 12. Dezember 2022 dauern. Also bis 6 Tage vor dem WM-Finale in Katarrh (Hust!). Da könnten wir uns ja dann im Schnee zum Public Viewing im Kurpark zu Wiesbaden treffen. Count me in. Public Viewing, darauf freue ich mich das ganze Jahr. Mit Event-Fußballfans mal so richtig einen saufen gehen und sich mal deren Meinung über schwarzhäutige oder türkischstämmige Nationalspieler anhören. Und das schwarz-rot-goldene Farbenmeer … ein Traum! Überhaupt ist diese WM ein Traum. Wer überträgt überhaupt die Spiele? Die Telekom, aber nur via eigens entwickeltem Webbrowser, mobile first? RTL-Nitro? Kabel 1? Hach, egal. Das wird herrlich. Hoffentlich schreiben mir gleich wieder Leute, dass sie Fußball eh scheiße finden und dass alle Fußballfans Nazis seien. Scheiß die Wand an!

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70 Tage Wurst – Tag 070

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Es ist der 70. Tag und was fällt einem Einfaltspinsel wie mir dann sofort ein? Natürlich „70 Tage Krankenhaus“, der Roman von Christian Kracht aus dem Jahre 2011.

Sie werden es sofort gemerkt haben, ein Fun-Dandy wie Christian Kracht schreibt doch nicht über so undandyhafte Orte des Elends wie Krankenhäuser. Wie soll man da in weißem Hemd, beigen Hosen und barfuß in Krokodilslederschuhen umher scharwenzeln und an exotischen Kaffeegetränken nippen? Das Leben ist ja so anstrengend, aber auch heitschi peitschi. Es macht mich wahnsinnig, dass die Rechtschreibkorrektur „heitschi peitschi“ nicht anerkennt. Die dumme Sau. Schasse die!!! Aber, ja, ich hab’s bestimmt schon dreitausendvierhundertachtundneunzig Mal erzählt wie ich im Krankenhaus lag und Scheibenwurst essen „musste“ und am Ende einen Fotografiepreis gewonnen habe. Ich bin ja nur deswegen immer so fun-launig darüber am berichten, weil ich ja immerhin mit beiden Beinen, nebst Füßen und fast allen Zipfeln, die daran baumeln wieder herausgekommen bin. Die liebe Frau, die auch gestreng sein kann, war dabei eine große Stütze. Eines Tages, wenn ich genug Eisstiele gesammelt habe, erbaue ich ihr daraus ein überlebensgroßes Denkmal. Wenn wir nicht vorher von den iPods ausgepeitscht werden. Dann nicht. Dann haben wir gewiss andere Sorgen, als überlebensgroße Eisstiel-Statuen zu errichten. Das wird die liebe Frau, die auch gestreng sein kann, ebenso sehen. Glaube ich jedenfalls. Ich hab sie dazu noch nicht befragt. Sollte ich das mal machen? Was meinen Sie? Ach, was frag ich denn, Sie können das ja erst lesen, wenn ich es veröffentlicht habe. Ich frag sie einfach, die liebe Frau, die auch gestreng sein kann. Moment.

Ja, das findet sie auch. Sie hat aber gelacht. Ich befürchte sie nimmt mich nicht ernst. Sie ist der Meinung, dass man iPods gar nicht mehr kennt und daher die empfundene Gefahr, dass die uns eines Tages auspeitschen könnten, gleich Null sei. Ich hoffe sehr, sie hat Recht. Sie hat ja ab und zu Recht. Sagen wir zu 50%. Sagen wir zu 49,999((Periode)%.

Wurst, die die Tiere auslacht, aus der sie besteht.
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In eigener Sachertorte – Tag 069

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Was könnte man nicht alles für humor-erotische An- und Abspielungen zur Zahl 69 machen, die ich restlos und allesamt total lustig und stilvoll finde. Trotzdem will ich davon absehen.

Aber Füße, das Thema Füße, nach – sagen wir mal – ästhetischen Maßstäben, da muss ich brechen. Füße finde ich nicht so toll. Also in, wie gesagt, ausschließlich ästhetischer Hinsicht. Ansonsten finde ich es natürlich wichtig, wenn man zwei funktionierende Füße hat. Ich kann Ihnen davon ein Lied von Eis und Feuer singen. Falls man z.B. 1 Hund ist, geht es hier natürlich um 4 Füße, bei Schnaken um 6 und bei Spinnen um 8. Tausendfüßler können mich am Arsch lecken. Nun kenne ich aber jemanden, der hat ein viel größeres Problem, denn er ist Mitinhaber eines Comicladens, was jetzt nicht das Problem ist, aber in Kombination damit ist sein größter Horror der Anblick der Füße von Micky Maus. Als ich das gehört habe, da dachte ich, das sind ja Probleme, davon sollte man den Leuten im Südsudan mal erzählen. Die gäben viel Geld dafür, solche Probleme zu haben. Aber natürlich möchte ich das jetzt nicht trivialisieren, denn immerhin ist man als Comicladenbesitzer permanent der Gefahr ausgesetzt Micky-Maus-Füße in Augenschein nehmen zu müssen. Das kennen wir Meganormalos ja nicht. Naja, jedenfalls konnte ich mir zuerst gar nicht vorstellen, wie die Füße von Micky Maus aussehen. Ich habe nie darauf geachtet, als ich früher sämtliche Lustigen Taschenbücher, Micky Maus-Hefte und diverse Carl Barks-Bücher gelesen habe. Micky Maus fand ich irgendwie immer blöd. Goofy hingegen war mir viel näher im Geiste und auch sonst. Oder Gamma und sein Hund Fips oder Kommisar Hunter und vor allen Inspektor Issel. Die fand ich nachvollziehbar. Aber Micky Maus, der erschien mir ebenso unsympathisch wie Asterix oder auch Fix wie auch Foxi. Also musste ich „Micky Maus Füße“ erstmal googeln. Und zumindest auf meinem Browser und meiner von Google mir ungefragt zugesprochenen Konfiguration, war das erste, was mir da gezeigt wurde: Micky Maus-Füße in Flip Flops. Schlimm!

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Frida(y) – Tag 067

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Ja, ich weiß. Man soll nicht spinnen und sich zusammenreißen. Sie können mir glauben. das mache ich den ganzen Tag. Nun also, da das Wochenende angebrochen ist, sitze ich im Pfauenhäuschen und schaue hinaus. Oder ich schaue auf das pinke Licht, links neben mir oder auf den Frida Kahlo-Vorhang. den ich bei Renio & Clark erworben habe. Kaufen Sie bitte alles von Renio & Clark, derer Sie habhaft werden (können). Ich bekomme für diesen Hinweis kein Geld und wenn überhaupt nur Liebe. Aber seit ich die Frida Kahlo-Vase und den Frida Kahlo-Vorhang habe (haben haben haben), bin ich ein anderer Mensch. Die geliebte Frau schüttelt ganz marginal den Kopf. Wenn man mit der Lupe hinschaut, kann man es sehen. Aber dann kauft sie doch Tulpen für die Frida-Vase. Die liebe Frau, die auch gestreng sein kann. Und heute, da wollte sie nicht mitkommen ins Pfauenhaus, denn, ach es ist gibt ja immer so viele Gründe sich bei seinem Gestrick, Pumm van Poppel, Kühlschrank, Käsebällchen, richtige Toiletten, Wasserhahn und Komfort aufzuhalten. Außerdem, so mahnt die liebe Frau stets an, lauern draußen auf der Wiese die Äskulap-Nattern. Darüber möchte ich aber nicht reden. sage ich dann. Und dass die Nattern, drüben bei der Gräfin am Südhang leben. Das hat die Gräfin doch gesagt. DAS HAT SIE DOCH GESAGT!!! Wenigstens, so sei es doch, kommen die Nattern doch nicht hoch ins Bett. Das machen sie doch nicht. DAS MACHEN SIE DOCH JETZT NICHT WIRKLICH!!! Meine mit mir freundschaftlich und herzlich verbundene Bekannte Petra hat neulich eine fotografiert. Diese ist aber augenblicklich in Schockstarre verfallen. Also die Natter, nicht Bekannte. Außerdem war das in Östereich. Es reicht aber jetzt.

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Was reimt sich auf Dösen? – Tag – 066

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Also zum Beispiel Ösen reimt sich auf Dösen? Naja, den Rest können Sie sich ja denken. Es ist jetzt also der 66. Tag nachdem wir uns entschieden haben, ins Home Office zu gehen. Ich weiß gar nicht, ob ich da schon dachte, dass das noch sehr lange gehen wird. Immerhin dachte ich, dass es 999 Tage dauern kann, da ja die Reihe quasi 3-stellig angelegt ist. Ich weiß leider auch nicht mehr, wie wir hier leben würden, wenn es Corona nicht gäbe. Würden wir dann jetzt in die Disko gehen? Oder in den Opel-Zoo? Würden hier Leute rumhängen und Bong rauchen oder Schnaps. Rauchen. Würden wir Fleischberge weggrillen und Feuerzangenbowle saufen? Oder Swingerclubs, würden wir in Swingerclubs rumlungern? Ganz sicher nicht. Ekelhaft. Oder in Plastiktüten atmen oder Tennis spielen. Ich wünschte, ich würde mich für Tennis interessieren. Das ist ein Lied der Band Tocotronic, aber es trifft auf mich zu. Ich hab 1x Tennis gespielt und 0:6 0:6 0:6 verloren. Ich habe aber nicht aufgeben und den Stiefel runtergespielt. Der Herr, mit dem ich da spielte, wollte unbedingt 3 Gewinnsätze spielen. Das sei dann spannender sagte er. Ich habe, glaube ich, einen Punkt gemacht, weil er bei meinem Aufschlag gelangweilt seine Fingernägel betrachtete und dann keine Lust mehr hatte mittels Becker-Hecht sich dem Ball zu ereifern. Das war’s aber auch schon mit Tennisspielen. Aber Daviscupveranstaltungen habe ich mir angeschaut. Irgendwas mit Tomáš Šmíd. Wir standen da im Goldsteintal am Auto eines Typens, der mal eine Flasche Bailey’s auf Ex getrunken haben soll. Daher hieß er Bailey. Da lief im Radio Daviscup und es dauert bis ins Morgengrauen, bis ein gewisser Michael Westphal sein Match gewonnen hat. Oder so. Keine Ahnung. Oder Hartford/Connecticut im Jahre 1987. Da spielten mal die Herren Boris Becker und John McEnroe 126 Stunden am Stück Tennis miteinander. Das war sehr aufregend. John McEnroe ist übrigens in Wiesbaden geboren. Und beim Wimbledon-Sieg Boris Beckers in Wimbledon stand ich im Café Plantage neben einem Typen namens Boris. Das war total verrückt. Und einmal, kann ich mich erinnern, spielte ein gewisser Michael Chang gegen Ivan Lendle so komisch Tennis, dass der Reporter ständig das Wort “ Mondbälle“ in den Mund nahm. Aber fragen sie mich nicht. Ich glaube Michael Chang hatte Krämpfe und lag bisweilen auf dem Boden herum und seine Aufschläge waren so wie die bei mir, wenn ich Federball spielte.

Edgar
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Neues vom Wichser – Tag 064

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Joghurt mit Zupfkuchengeschmack. So hat sich die Menschheit also die aktuelle Gegenwart vorgestellt. Gratuliere! Also, ich find’s gut. So. Und da wäre der Tag auch schon wieder auserzählt.

Es passiert einfach nichts. Auch ein Besuch beim Zahnarzt ist nichts Aufregendes. Aber insgesamt ist diese Entwicklung ja wundervoll. Sie mutet so erwachsen an. So, als hätte man was geschafft. Dass ich das mal sagen könnte, das hätte ich mir nie vorstellen können. Als mir am Morgen des 7. Juli 1976 klar wurde, dass man, wenn man alles Jugend- und Postjugendgedöns hinter sich gebracht hat, LEBENSLANG arbeiten muss, da habe ich mich gesehen, wie ich knietief im Morast stecke und Lumpen sortiere oder ich wäre Doornkaat-Konsument an Öhrleins Trinkhalle in Wiesbaden-Dotzheim. So was halt. Was man sich so vorstellt. Irgendwann hatte ich den Schlüssel eines Ateliers in der Wiesbadener Freien Kunstschule und saß nachts vor meinen Leinwänden, mit 10 Flaschen Äppler und einer oder zwei Packungen Reval ohne und überlegte mir, wie das hier ausgehen könnte. Ich kam zu keinem Entschluss, der nicht was mit „brotlose Kunst“ zu tun hatte. Dann war der Plan: Künstler und Taxifahrer sein. So könnte es klappen. Man könnte den ganzen Tag im Auto sitzen und Zigaretten rauchen und Henry Miller lesen, dazu 2-Zimmer-Wohnung im Wiesbadener Westend. Ich meldete mich also zum Taxischein an, verlor allerdings am Vorabend der Taxischeinprüfung meinen Führerschein aufgrund einer gehirnentleerten Fahrt meines Volvo 345 DLS mit mir darinnen und 7 Liter Apfelwein wiederum in mir darinnen.

Am nächsten Tag dachte ich: „Wo habe ich eigentlich geparkt?“.
Und dann dachte ich „Ach du Scheiße!“.
Und dann dachte ich: Plan B.

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Jetzt neu! – Tag 063

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Heute dachte ich mir so, ach weißte … Es ist ja schon so, dass, wenn die Sonne scheint und der Himmel blau ist, da ist vieles besser. Licht ist wichtig. Wir haben ja ein sehr imposantes und spezielles Büro, aber nach 7 Jahren frugen wir uns, was soll es noch? Wir sind ja kurz vor der Zukunft. Da sollte man sich vorbereiten. Da sollte man drauf vorbereitet sein. Auch wenn man streng genommen die Zukunft nie erreicht. Es gibt ja nur die Gegenwart und selbst die ist schon rum, bevor diesen Satz beendet habe. Machen wir uns also nichts vor.

Ich weiß jetzt noch nicht, was für ein Bild hier gleich stehen wird. Ich weiß nichts davon, was wird, wie es werden könnte. Leben als Treibholz mit Visionen. Mit Bauchgefühl. Mit gar keiner Idee, aber alles, was der Kopf so raushaut, immer alles sagen. Allen von allem erzählen. Sehr viel reden, reden, reden. Was nicht gesagt wird, das gibt es nicht. Und das geht auch andersrum und in Scheiße. Social Media. Alles was gesagt ist, ist immer und immer da. Wird abgeschrieben. Nachgeplappert. Frisst sich in Deine Seele. Frisst Dich auf. Filtersouveränität haben wir uns früher zugeraunzt. Dass wir das lernen. Dass wir das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Und dann haben uns die Horroclowns rechts und links überholt mit 40.000 Followern und immer nur Clownsnachrichten. Immer nur Clowns und da drüben die anderen mit ihren Aluhüten. „Dazwischen ich, nur relativ Schachmatt“ (Wolfgang Niedecken). So war das und so wird das sein. Wenn man nicht aufpasst, ist man nur noch Teil des Narrativs der anderen. Wenn man nicht eine eigene Welt erschafft, ist man Leid-, statt Leittragender. Steht noch nicht mal kurz hinter der Spitze, sitzt in der letzten Reihe und lacht die aus, die was wissen, die was wissen wollen und fühlst dich stark mit deinem Kamm in der Arschlochtasche, in deinem Jeansanzug. Und jetzt? Was jetzt?

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Neues aus Fleischwolfhausen – Tag 062

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Eben lag ein neues Mikrofon vor der Tür. Das war eine schöne Überraschung. Da kann man (also ich jetzt) ja schon die 4. Episode S01E03 mit wundervollem Klang produzieren. Die 4. Episode heißt deshalb S01E03, weil wir die Episode S01E00 nicht mitzählen, wohl aber Podigee, die unter anderem dafür sorgen, dass der Podcast auf den Plattformen Spotify und Apple Podcasts erscheint. Und außerdem wären es dann ja nun 4 Episoden. Man muss schon auch irgendwo bei der Wahrheit bleiben. Trotzdem ist das eine Zwickmühle für einen Funautisten und einen Dezimalsüchtigen. Aber das sind ja alles Lulu-Problemchen. Mit Lulu meine ich natürlich die Oper von Alban Berg. Und damit steht Lulu ja auch für die Sorglosigkeit und Lebensfreude, die der Autor Frank Wedekind in seinen Tragödien „Erdgeist“ und „Die Büchse der Pandora“ meinte und die die Grundlage für Lulu sind. Das ist ja klar. Dort wird übrigens mehrfach das N-Wort verwendet. Veranlassen Sie bitte auf Ihrem Twitter-Account umgehend die Dissung und Erledigung von Frank Wedekind, diesem Rassistenschwein! Los, machen Sie schon. Ich habe meine Coming-of-Age-Zeit in einer Straße verbracht, die den Namen dieser Bestie trägt. Ich hoffe dieser Mann wird in naher und ferner Zukunft kein Filmengagement mehr bekommen und alle seine CDs werden umgehend von Ihnen mittels einer Dampfwalze vernichtet. Und schauen Sie nur, seine Adresse auf Alter Teil, Grab auf dem Münchener Waldfriedhof: Nr. 17-W-88!!!

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Wenn ich Eurovisionen habe, gehe ich zu Dr. Peter Urban – Tag 061

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Ja, es ist manchmal enttäuschend. Erstens, dass immer noch Corona-Time ist und dann auch noch das heutige Fußballspiel des Fußballvereins, den ich hart feiere und der sich Sportgemeinde Eintracht nennt. Und außerdem wurde der diesjährige Grand Prix Eurovision de la Chanson abgesagt. Eine Veranstaltung, die ich, seit ich denken kann, Jahr für Jahr ansehe und leider auch anhöre und deren Hauptbestandteil die grauenhafte Musik ist. Mal von „Halleluja“ von Milk & Honey abgesehen.

Das ist beim Fußball ähnlich. Also, nicht, dass ich da Milk & Honey am Besten finde, sondern, wie es da auch nicht nur um das eigentlich im Vordergrund stehende Fußballspiel und das Geschick der Protagonisten am Ball geht. Den Eurovision Songcontest schaue ich mir ja nicht seit ungefär 49 Jahren wegen der Lieder und wie „schön“ sie klingen oder wie könnerhaft sie vorgetragen werden. Beim Grand Prix geht’s doch darum, dass es jedesmal ein Phänomen ist, dass es das überhaupt gibt und so viele Menschen sich das anschauen. Von den Zuschauerzahlen kommt es gleich nach der Mondlandung, der Live-Übertragung eines Tina Turner Konzerts und einem Fußball-WM-Endspiel in, sagen wir mal, Qatar. Und Peter Urban bespricht die meisten Songs, scheinbar völlig ironiefrei, als könnte man sie tatsächlich ernst nehmen. Aber das kann man doch … ni … cht … o_O … oder?

Warum habe ich denn plötzlich Angst vor der Antwort?!

Lieder, die an die Nieren gehen.
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Der Berliner Comicladenbesitzer Christoph Wienke – Tag 060

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Für mich ist immer Wochenende. Und gestern konnte ich dieses Blog nicht mit diesen kleinen, schwarzen Krümelchen füllen, die hier immer für so viel Freude sorgen. Weil, ich musste gestern zum 2. Mal die Episode S01E02 aufnehmen. Jetzt werden Sie sich (wahrscheinlich nicht) fragen: „Hä! Wieso musste er denn die Episode S01E02 zum 2. Mal aufnehmen?“. Da möchte ich Sie nicht länger auf die Folter spannen: Wir sind unzufrieden gewesen. Wir, das sind der Berliner Comicladenbesitzer Christoph Wienke und ich, Huck Haas, der Werbeagenturbesitzer Huck Haas. Wir haben uns in einem, zum Teil launig geführten, Gespräch gefragt, was wir da eigentlich machen. Ich, Huck Haas, der Werbeagenturbesitzer Huck Haas fragte Christoph Wienke, den Berliner Comicladenbesitzer Christoph Wienke, was er glaube, warum wir einen Podcast machen? Seine Antwort war tatsächlich sehr einfach, nachvollziehbar und von erschreckender philosophischer Deepness durchdrungen: „Weil Du (ich, Huck Haas, der Werbeagenturbesitzer Huck Haas) angerufen hast und gefragt hast, ob wir einen Podcast zusammen machen.“ Ich, Huck Haas, der Werbeagenturbesitzer Huck Haas brach weinend am Telefon zusammen, denn wann hat es das gegeben, dass ich (Sie wissen schon) irgendwo angerufen hätte und die Leute haben das gemacht, was ich vorschlage. Die Leute (aka Menschheit) wissen es nämlich immer besser und haben stets eine kesse Gegenargumentation auf der Lippe. Nicht, dass sie alternative, bessere Ideen hätten, sie haben noch nicht mal schlechtere Ideen, aber sie sind dagegen. Sie sind gegen mich und meine erfrischenden Vorschläge. Die Frau, mit der ich aktuell Tischlein und Bettchen teile, hat die Theorie, dass die Leute Angst vor mir hätten. Denn, das macht man ja auch so, wenn zum Beispiel ein Bär ins Campingzelt einbricht, aggressiv die Vorräte umsortiert und bevor er zur Verspeisung der Gedärme der Camper ansetzt, dass man da dann laut schreit oder mit einem Kochlöffel auf einem Topf herumklingklangklongelt, bis der Bär Reißaus nimmt. Wussten Sie eigentlich, dass ich bis eben, also bis zum 15. Mai 2020, 20:55 Uhr dachte, dass es ‚Reisaus‘ heißt. Das liegt u.a. daran, dass ich so verfressen bin. Naja, sei’s drum. Auf jeden Fall haben wir dann die Episode S01E02 nochmal aufgenommen. Und wenn ich, Huck Haas, der Werbeagenturbesitzer Huck Haas, gleich nicht total übermüdet umfalle, dann schalte ich die Episode S01E02 gleich live. Auf jeden Fall kam in eben dieser Episode S01E02 der Berliner Comicladenbesitzer Christoph Wienke auch mal zu Wort und ich habe nur noch 89% der Worte haspelnd verschluckt. Der Berliner Comicladenbesitzer Christoph Wienke war jedenfalls hinterher zufriedener als vorgestern. Außerdem haben wir uns neue Mikrofone bestellt. Jedenfalls ich, Huck Haas, der Werbeagenturbesitzer Huck Haas. Ob der Berliner Comicladenbesitzer Christoph Wienke sich das Mikrofon bestellt hat, weiß ich gar nicht. Ob ich, Huck Haas, der Werbeagenturbesitzer Huck Haas ihn, den Berliner Comicladenbesitzer Christoph Wienke, mal anrufen soll? Ach, nein, er hat ja keine Zeit. Unser Podcast, nennt sich übrigens keine.vision und zwar klein geschrieben, weil das fancy ist und gleichzeitig die URL, welche keine.vision heißt. Eine Playlist gibt es auch, die heißt, und jetzt halten Sie sich fest: keine.vision. Wir haben nämlich im Prinzip keine Vision. Da ist nichts. Der Berliner Comicladenbesitzer Christoph Wienke hat dann gesagt, eigentlich wollte er nur mit mir, Huck Haas, dem Werbeagenturbesitzer Huck Haas telefonieren und da er telefonieren hasst und ich Berlin, dachte er, wir können ja einen Podcast machen, da kann man mit einander reden, muss nicht telefonieren und alle können mithören. Eine andere Möglichkeit sähe er nicht, sagte der Berliner Comicladenbesitzer Christoph Wienke und ich Huck Haas, der Wiesbadener Werbeagenturbesitzer Huck Haas, gab ihm in allen Punkten Recht. Dann legte ich auf und fiel in einen unruhigen Schlaf.

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