DAS ERSTE STÖCKCHEN MEINES LEBENS

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So viel habe ich schon erlebt und schrub so viel, inzwischen weniger, ins Internet und nun kam ein Stöckchen von Meike Lobo der ihrem Blog. Jetzt soll ich 11 Fragen beantworten, obgleich es vorher ja 13 Fragen waren. Interessant. Aber Meike Lobo ist ja von je her ein wundersames Girl, welches ich sehr, sehr schätze, aber auch oft schreien muss. Also hier:

1. Welche menschliche Eigenschaft geht Dir am meisten auf die Nerven?
Alle menschlichen Eigenschaften gehen mir irgendwann mal auf die Nerven. Als erstes sind es Koketterie und Defaitismus. Also wenn es eigentlich gar nicht so schlimm ist, Menschen sich oder die Situation in der sie sich wähnen derart verloren und verdorben artikulieren, dass hinterher alle sinnlos deprimiert sind.
Und dann: Menschen die mir etwas sagen wollen, aber etwas ganz anderes sagen und dann denken, sie hätten mir aber doch gesagt, was sie wollen. Damit kann ich nicht umgehen. Mir hat mal jemand gesagt, als ich gerade beim Pizzamann Essen bestellen wollte, er wolle eine Salat mit extra vielen Zwiebeln. Das habe ich dann auch so bestellt. Es sollte aber heißen „ohne Zwiebeln“. Das sei doch klar gewesen. BATSCH!!!

2. Was war die beste Entscheidung in Deinem bisherigen Leben?
Es klingt jetzt langweilig. ist aber auch wahnsinnig romantikmäßig: Meine Frau kennenzulernen, ihr den Wohnungsschlüssel zu geben und anschließend zu heiraten um somit Tage, Nächte und Phantasienwelten mit ihr gemeinsam verbringen zu dürfen, war die beste Entscheidung aller Zeiten. Und so soll diese Entscheidung gefälligst für immer Bestand haben und auch die Frau sollte bittschön nicht auf komische Gedanken kommen, sonst wäre ich sofort beleidigt.
Zum Zweiten, jetzt wird es fast ein bisschen drollig, war die Entscheidung meinen jetzigen Geschäftspartner in das Konstrukt Stijlroyal aufzunehmen auch gar nicht so verkehrt, wenn ich auch oft weinen muss, weil er so anders ist. So ganz anders.

3. In welchen Momenten bist Du richtig glücklich?
Öfter mal. So borderline-glücklich. So, dass ich denke, es ist ja alles so total knorke, dass ich fast weinen muss vor Glück. Die Frau, die Firma, der Waldesrand hinter dem Haus, meine Eckhard Henscheid-Freunde, mein außerordentlich guter Musikgeschmack, meine Birkenwald-Tapete, unser tolles Bett, die Ponys und die Ziegen die neben unserem Büro wohnen und auch sonst so. Da kann man eine komische Fußkrankheit, die dazu führt, dass ich auf Krücken herumhumpeln muss, schonmal wegstecken und als Streichergebnis werten. Wie wüsst ich denn sonst, dass es mir gut geht. Da würde mir doch der Vergleich fehlen.

4. In welchen Momenten bist Du richtig traurig?
Wenn unsere Hasen sterben. Und auch sonst. Aber selten. Fällt mir gerade auf. Ich bin eher sauer.

5. Sippenhaft im Internet – wie stehst Du dazu?
Sippenhaft ist prinzipiell der letzte Scheiß und alle die Sippenhaft gut finden, finde ich scheiße und auch deren Angehörige und Follower auf Twitter. Natürlich ist es so, dass die „Feinde“ meiner Freunde auch irgendwie meine Feinde sind. Das ist ja irgendwie auch so auf einer Ebene sippensuppendingsmäßig. Also so umgekehrtmäßig. Ich nehme mich manchmal selbst in Sippenpflicht.

6. Wobei findest Du innere Ruhe?
Beim Herumsitzen und aus dem Fenster auf den Waldrand kukken. Mein großer Traum ist: Ich sitze auf einem Sofa, das am Ufer eines Ententeichs steht, neben mir sitzt die Frau und strickt und ich schaue den ganzen Tag den Enten zu. Ich muss keine Entscheidung treffen, keine Gespräche führen, niemandem was erklären. Einfach nur da sitzen und ab und zu gehe ich aufs Klo oder trinke einen Eimer Pfefferminztee. Aber eigentlich finde ich nie die totale innere Ruhe. Ich bin Unternehmer. Und Spinner.

7. Jetzt mal ernsthaft: Rotwein mit Cola? Hast Du den Arsch offen?
Woody Allen soll mal auf Nachfrage, warum er Cola-Rotwein trinkt gesagt haben, er wisse manchmal auch nicht warum er Rotwein ins köstliche Cola-Getränk schüttet. Ich verstehe den Geschmack von Alkohol nicht. Wein schmeckt doch fürchterlich, egal welcher. Aber mit einem, Schuss Cola und einem Eiswürfel darinnen wird daraus ein köstliches Limonaden-Getränk bei dessen Konsum schon nach wenigen Gläsern die umherstehenden Partygäste, wie die lieblichsten Freunde der Welt anmuten. Hervorragend.

8. Unterscheidest Du zwischen Internet- und Offlinefreunden?
Es gibt Follower und Facebook-Freunde und LinkedIn-Verbindungen, die ich mal näher kennengelernt habe. Oft ist daraus purer Hass geworden, aber ich habe auch Freunde gewonnen. Habe ich ‚gewonnen‘ gesagt? Und dann sitzt man zusammen im Garten und benutzt dasselbe Klo (nacheinander) und schreibt sich Privatnachrichten und kennt das Gedöns des Einzelnen so im Groben. Alles hängt natürlich am seidenen Faden. Das nennt man dann Freunde. Das ist die eine Welt. Die andere Welt sind die Leute, mit denen ich mich treffe und oben genanntes Getränk trinke und mich darüber unterhalte, dass alles irgendwie so lala ist und man sich im Alter ohnehin nur noch über Essen unterhalten kann. Alles hängt am seidenen Faden und das nennt man dann auch Freunde.

9. Welches Twitter-Mem oder welchen Onlinehype fandest Du spannend oder witzig?
Ich bin Anfang Februar mal in einen Kommentar-Thread von Peter Breuer geraten. Dort hing ich von kurz nach der Arbeit bin in die Nachtstunden herum und vernachlässigte mein Leben, vergaß zu essen, redete nur noch das Nötigste und nach einer Weile dachte ich, das sind die besten Freunde, die Du je hattest. Alles immer am seidenen Faden. Die Hälfte der Teilnehmer hatte sich gegenseitig geblockt, wie ich im Laufe des Pumm-Threads, wie wir ihnen nannten, herausfand. Es war herrlich. War das ein Online-Hype? Eigentlich wollte ich nur mal darüber reden. Aus dem Pumm-Thread ist der Pummcast entstanden. Wenn man das Hype nennt, dann war und ist das ein Hype mit 15-20 Leuten. Ansonsten sind mir Hypes zu hype. ICh m.

10. Was ist Deine schlechteste Eigenschaft?
Essen.

11. Welche Frage hätte ich stellen sollen, habe es aber nicht getan?
Wer mein Lieblingsberliner ist, das hätte ich gerne mit Quitzi Wienke beantwortet. Aber mich fragt ja keiner.

 

 

Und jetzt muss ich das ja weiter dingsen. Ich stehe noch in Verhandlungen.

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