Ich muss müssen

Hallo Internet. Gestern, oder so, schrieb ich, dass ich keine Meinung habe. Ich kokettiere gerne damit keine Meinung zu haben. Ich denke, das kommt gut an in meinem ironischen Umfeld. Alles wissen, hahahaha, wenn der so schreibt, dann meint er es ja nicht so. Das Gegenteil ist der Fall, der ist voll von Meinung und auch Ahnung. Und das stimmt ja auch. Glaube ich. Ich frage mich zum Beispiel oft, ob die Glorifizierung eines ehemaligen technischen Mitarbeiters der Geheimdienste CIA, NSA und DIA wirklich überdacht ist. Warum hat er denn da angefangen zu arbeiten? War er etwa jung und brauchte das Geld? Ach, ich weiß nicht. Ich weiß es eben nicht. Aber ich vermute die große Schar bedingungsloser Snowden-Fans wissen da mehr. Ich begegne ja fast täglich Menschen, die extrem viel wissen und obendrein über coole Krankheitsbilder verfügen. ADHS, Laktoseintoleranz, Autismus in Kombination ist das ganz große Ding. Und natürlich Facebook und drüber twittern, dass man mit dem Flugzeug fliegt. Und grüner Strom und Veganismus und frieren. Und in Berlin in abgefuckten Wohnungen wohnen und Tassen mit zwei Händen anfassen und dabei komisch auf dem abgefuckten Küchenstuhl sitzen. Ich habe mehrfach darüber nachgedacht nach Wien zu ziehen. Diese Sprache da könnte ich gerade noch sprechen. Bei Amsterdam wird’s schon schwierig. Und Neuseeland ist mir zu weit weg. Aber ich könnte eventuell übers Fliegen twittern und man würde unter Umständen meine Weltgewandtheit bewundern. Aber ich trau mich nicht. Ich habe hier eine Frau, die käme aber eventuelle mit, sagt sie, und ich habe eine Firma, die käme eventuell nicht mit, weil man sie nicht einfach mitnehmen kann. Firmen sind kompliziert. Die Titelmusik von „1000 Meisterwerke“ macht mir Angst. Ich habe „1000 Meisterwerke“ schon geschaut, als es noch „100 Meisterwerke“ hieß und ich schaue es auch noch, wenn es „100000 Meisterwerke“ heißt. Ganz besonders lustig, fand ich die Besprechung dieses Meisterwerks: Dieses Meisterwerk. Ich finde dieses Video grad nicht, daher kann ich „Dieses Meisterwerk“ nicht verlinken. Die Titelmusik zur Sendung „1000 Meisterwerke“ erinnern mich an eine Art Comic, in dem es um gruselige Dinge in Venedig geht. Dieses Comic oder Bilderbuch hätte ich gerne. Genauso wie das Buch, in dem es darin ging, dass ein paar französische Jugendliche wovon einer im Hotel Ambassador als Tellerwäscher arbeitete und ein anderer Pipin hieß. Sie fuhren mit einem alten Auto nach Südfrankreich, aber das Auto war vielleicht gar nicht alt, weil, es könnte auch sein, dass die Geschichte im Frankreich der 1920er Jahre spielt. Dann wäre das Auto ja aktuell, aber warum können sich der Tellerwäscher und seine Kumpels so ein neues Auto leisten. Also ich hätte mir das seinzerzeit nicht leisten können. Aber die Typen aus dem Buch sind dann mit dem (alten) Auto nach Südfrankreich gefahren, weil einer von denen ein Schloss geerbt hatte. Wenn jemand weiß wie das Buch heißt, schenke ich ihm Dinge aus unserem Sortiment. Als ob ich hier eine Antwort bekäme. Lecken Sie mich doch am Arsch, sie ignorantes Arschloch. Ich komme auch so zu recht. Jedenfalls stelle ich mir seit geraumer Zeit vor, wie gesalzenes Popcorn mit Pflaumenmus schmeckt. Es muss herrlich sein. Gerade läuft die Sendung „1000 Meisterwerke“ in der das Bild „Mädchen mit Haarband“ von Roy Lichtenstein aus dem Jahr 1965 besprochen wird, was insbesondere deswegen seltsam ist, als dass ich mir vor ungefähr 22 Minuten überlegt habe, warum die nie ein Bild von z.B. Roy Lichtenstein besprechen. Und jetzt wird es war. Roy Lichtenstein, den ich als kleiner Bub so bewundert habe.

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