Relevanz Camp

Früher, als alles noch relevant war, da hätte ich… oh Mann, warum wackelt mein Macbook Air 1,6 GHz Intel Core 2 Duo, 4 GN 1067 MHz DDR3-RAM auf dem IKEA-Betttisch denn jetzt so voll bescheuert rum??? Nie ist was auch mal in Ordnung, immer muss man meckern. Man, also ich. Also Mann. Im TV läuft was über zwei Typen die mit dem Kajak um Island herum paddeln. Lustig scheint das nicht zu sein. Es stehen ein paar Typen mit Funkgeräten an der Küste herum und rufen „Ryan, Ryan!“ und gerade habe ich auf Spotify ungefähr 250 neue Songs in meinen starred-Ordner gedingst. Barry White, Lenny Kravitz, Prince, Aretha Franklin, Quincy Jones, Marvin Gaye, The OJays, James Brown, Matt Elliott, aber auch The Fall, The Stooges, MC5, Anti-Flag, Sucidal Tendencies, Youth Brigade, Hüsker Dü und Olli Schulz. Ich liebe Olli Schulz. Ich bin altmodisch. Olli Schulz hat mir schon der damalige Eric Berthold 1995 oder ’96 empfohlen, aber ich wollts ja nicht wahr haben. Heute habe ich im Rahmen der Sendung „Neo Paradise“, die ich nur für bedingt als gut erachte, einen Clip mit Olli Schulz gesehen. Die beiden Protagonisten der Sendung und Olli Schulz trugen Schlafanzüge und spielten „Kindheit“. Das war wie immer halbherzig inszeniert, aber im Detail schon auch lustig. Den Klaas Heufer-Umlauf mag ich nur, wenn er ernst drein schaut. Dann denke ich manchmal, der könnte auch was anderes machen, was richtig gut ist. Oft ist es nur manchmal lustig. So ist das immer. Außer Olli Schulz. Der war immer lustig. Der ist immer lustig und ich glaube, ich würde ihn mal drücken, wenn ich ihn irgendwo sähe. Aber wo soll einer wie ich den schon sehen. Ich gehe davon aus, dass er das sehr unangenehm empfände, so wie ich es auch al unangenehm empände, wenn mich plötzlich oder unplötzlich ein dicker Mann Mensch umarmen würde. Da bin ich sozial sicher nicht auf der Höhe der Zeit. Aber ich kann’s mir ja leisten. Ich habe heute erfahren, dass Colien Fernandes gerne dick wäre und eine Knieproblematik hat, die sie ungefähr… naja… jedenfalls fast. Heute ist Dienstag und mir fallen gleich die Finger ab, weil es so kalt ist. Ich glaube, ich hätte die Terrassentür, neben der das Bett steht, auf dem ich sitze, erst später öffnen sollen. Aber nun ist sie nun mal auf und man kann solche Türen ja auch nicht einfach wieder schließen. Wussten Sie, dass ich noch schlechter Kommas setzen kann, als Günther oder Günter Grass? Ich habe aber leider keine Lektorin, die mir die Leviten bläst oder überhaupt bläst. Das würde auch entscheidenden Stress im Gefüge provozieren, wenn dem so wäre. Ich meine, man sollte die Sprache, mit der man sich mitteilt, ja auch irgendwann mal beherrschen. Ich hoffe ich habe die Zeit noch. Man lebt ja schon zügig und oft ohne viel Gespür für das Richtige. Na und jetzt ist es also 1:44 und ich kann nichts vorweisen, als einen im Augenblick des Tastengeklickers entstanden und erdachten Blogwurstpost, der auch noch voller Fehler strotzt. Damit das alles nicht ganz unnütz ist, füge ich dem noch hinzu, dass wir heute die Marke Riminigang wieder aufleben lassen. Die Worte Camp und David fielen auch. Ich nehme an, Sie könen sich vorstellen in welchem Duktus. Wir sind da ja sehr unterschiedlich und es dauert nicht mehr lange, da erschaffe ich das ganz große Ding. Die eine Sache, die dann läuft wie geschnittene Butter. Und am Ende steht dann der See mit der Bank, eine wie auch immer gearteten optisch subtil technolgisierten Massagebank, quasi eine Massagecouch für zwei. Nämlich genau für die eine Frau, die jetzt in Berlin Adlershof… Adlershorst… irgendwo bei Köpenick aus dem Fenster auf… äh… die Havel… Spree… Dings… Müggelsee… ja, was weiss denn ich… und mir. Ich habe in Kreuzberg gewohnt, da kannte ich mich aus. Das war kurz nachdem ich zum letzten Mal „Let Love Rule“ von Lenny Kravitz gehört habe. Also bevor alles begann. Bevor ich mit mehreren iPhones, iPads und Macbooks aller Art in einem Bett sitze und mir bei 2°C die Flanken einfrieren lasse. Ich könnte soviel erzählen. So viel von Leid und so viel von Glück und Glücklichkeit und wie das mit der Faszination für die Kreatur Mensch ist und wie das ist mit den Freitagabenden im K61, aber ich muss dem Tod durch Erfrierung dringend etwas Leidenschaftliches  entgegen setzen. Ich muss schlafen, bevor der Schlaf menschelt. Ich muss Decken benutzen. Ich muss einen Deckenladen aufmachen. Morgen. Gleich morgen.

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2 Gedanken zu „Relevanz Camp“

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