Läum – Tag 075

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Also Napoléon des Bloggen (also ich jetzt) verfüge ich ein halbes Jubiläum. Also eher ein 3/4-Jubiläum. Aber wie hört sich denn „um“ als Titel an? Oder „Ju“? Naja. Das sind Probleme. Und es gibt ja auch nichts zu jubeln. Aber bei der Zahl 75 gehen bei mir die Gäule durch. Sie sollten mich erstmal bei Tag 100 sehen. Das wird ein Spaß. Da raste ich eine Woche vorher und eine Woche nachher aus. Ungefähr so, wie Nilz Bokelberg seinen Geburtstag feiert. Nilz Bokelberg war mal jemand auf Viva. Viva war mal sowas wie Formel 1 mit Peter Illmann. Peter Illmann ist sowas wie Ingolf Lück, der sowas ist wie Stefanie Tücking, die wiederum die Kai Böcking des Musikfernsehens für sehr, sehr alte Menschen ist. Stefanie Tücking ist leider nicht mehr im Sinne der Kohlenstoffwelt am existieren, was ich sehr schade finde. Ich habe sie sehr geliebt. Damals, 1984, habe wir uns alle bei Markus Hempel getroffen und haben das Video von „Thriller“ angeschaut und waren ganz aufgeregt, weil das Video eine Woche vorher und eine Woche nachher angekündigt wurde. Weil das Video so gruselig war (oder wahrscheinlich noch ist), durfte es erst mitten in der Nacht ausgestrahlt werden. Wahrscheinlich haben wir im Vorfeld so viel Bier gesoffen, dass wir sturzbesoffen waren, als es endlich ausgestrahlt wurde. Michael Jackson und seine erstaunlich alte Freundin haben sich im Rahmen dieses Videos den Film „Schlock – Das Bananenmonster“ angeschaut. Da dachte John Landis, der alte Haudegen des Cross-Marketings, sicher, dass keiner merkt, dass das ein Film von ihm ist. John Landis ist der Regisseur des Videos „Thriller“, aber das wussten Sie ja bereits, Sie Klugscheißer*in.

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Der erwachsene Mann rät – Tag 074

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1974, ich war bereits 7 Jahre alt, da schaute ich mein wissentlich und der Erinnerung nach 1. WM-Fußballspiel aller (meiner) Zeiten. In dem Spiel, BRD gegen Polen, war es so, dass der geschossene Ball von z.B. Menschen wie Jürgen Grabowski und Bernd Hölzenbein, durch die Luft flog und dann auf dem matschigen Rasen einfach liegen blieb. Der Ball war nass. Die Wiese, auf dem die Herren spielten war nass. Alles war nass. Kurzpassspiel war im Prinzip nicht möglich oder wenn nur im Rahmen von Slapstick. Das Spiel ging als „Die Wasserschlacht von Frankfurt“ in die Annalen ein. Die damalige Verschwörungstheorie lautete, dass die Frankfurter Platzwarte nur die Spielhälfte der Mannschaft der BRD vom Wasser befreiten. Binnen weniger Sekunden hätte jeder für sich entscheiden können, dass so etwas Unfug ist, denn wie ja jedermann/frau/dingsbumms weiß, gibt es einen sogenannten Seitenwechsel. Also, hätte man, unter internationaler Beobachtung von Reportern und etlicher Kameras, nur eine Seite vom Wasser befreit, dann wäre nicht nur ein Shitstorm über die Platzwarte niedergegangen, wie er im Buche steht, man hätte sich ja auch ins eigene Fleisch geschnitten. Zumal die Polen Seitenwahl hatten. Das konnte man ja im Fernsehen sehen, nämlich wie sich die Mannschaftskapitäne Frank Beckenbauer und Kazimierz Deyna, vor der Überreichung der Mannschaftswimpel, den Münzwurf des Schiedsrichters Erich Linemayr betrachten und dann eben diese Seitenwahl absolvieren. Da hätte man es doch merken müssen. Aber nein!

Franz Beckenbauer und Kazimierz Deyna bei der Platzwahl.
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Dingsbumms Didera in Aktion – Tag 073

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Ich bin müde, am helllichten Tag. Ich will’s gleich vorwegnehmen. Nicht, dass man hier was erwartet. Da kommt jetzt nichts. Ich hab die Arbeit nieder gelegt für heute und sitze in der Sonne und nur das Macbook steht im Schatten. Es ist ein bisschen wie auf einem Gemälde vom Heinrich von Kleist. Wenn mir nur noch ein Apfel des Apfelbaums, neben mir, in den Mund wachsen würde, dann wäre der Moment perfekt. Nee, perfekt wäre der Moment, wenn die liebe Frau, die auch gestreng sein kann, neben mir säße oder auf mir. Wie man gerade drauf ist. Aber sie muss ja arbeiten. Für die Sozialdemokratie. Teilweise sind die Äpfel hier innen knallrot, wenn man sie aufschneidet. Naja, Sie sind auch knallrot, wenn man sie nicht aufschneidet. Wahrscheinlich jedenfalls. Falls da nicht ein chemischer Prozess in Gang gesetzt wird, der z.B. durch Sauerstoff oder Sonnenlicht initiiert wird. Das könnte natürlich sein. Aber das wird man nie herausfinden. Und auf jeden Fall schmecken diese Äpfel auch noch wie aus dem Ei gepellt. Saftig und schnepfig und immer ein bisschen drullig. Jetzt wachsen sie aber so langsam, dass mir wahrscheinlich in 3 Monaten der Rücken und das Gesäß und der Kopf weh täte.

Naja. Und jetzt müsste ich ja eigentlich abliefern, denn endlich hat dieses Blog auch einen Instagram-Account. Da werden mir die Äpfel nämlich auf diese Weise sinnbildlich in den Mund wachsen. Ich habe (Stand 28. Mai 2020, 17:48 Uhr) 36 Follower. Das wird was. Ich will binnen einer Woche 1.000 und in einem Monat 100.000 Follower haben. Das könnte hinkommen. Jedenfalls hab ich gedacht, man (also ich) müsste mal was machen(n). Nicht, das an was jetzt Boon Beckmann denkt, sondern Werbung. Marketing. Oder was ich sonst noch so beruflich mache, wie mal eine Freundin sagte: PR. Dass ich obendrein Grafikdesign kann, sieht man ja an den genialen Headern, die ich in mühevoller, stundenlanger Detailarbeit fünf Minuten hin rotze. Wenn ich jetzt noch ein bisschen Zeit schinde, dann könnte ich das hier fertig stellen, bevor ich mit der lieben Frau, die auch gestreng sein kann, zum Rewe fahre. Timing ist alles.

Ach so und ja natürlich … ganz vergessen. Gestern haben wir ja eine neue Episode des Erfolgspodcasts keine.vision aufgenommen. Man kann sich das auf Spotify, Apple Podcasts, Deezer und Google Podcasts (glaube ich jedenfalls) anhören. Oder, weißte was, einfach hier auch mal, zur Feier des Tages und kostenlos, die Folge S01E04 Waldmeisterquallen mit Pfiff:

Da können Sie bitte mal gefälligst reinhören, falls Ihr System diese Form des HTML unterstützt. Machen Sie das mal! Dann haben Sie was zu tun. Sie sitzen doch auch nur rum und bohren sich in der Nase. Das sehe ich doch. Sie haben doch Zeit. Und immer nur Tik Tok und Twitch kukken geht Ihnen doch auch auf den Sack. Podcasts sind der neue, heiße Scheiß. Und weil ich möchte, dass hier auch etwas Kultur reinflockt, zum Abschluss noch ein kleiner Dialog, den Sie bitte bis nächsten Dienstag auswendig lernen. Ich frage ab:

Ricky: (springt verzweifelt auf) „Das stimmt doch nicht! Viele Leute wissen, wie es wirklich ist und sie machen nicht den Mund auf, nur wegen … also echt …“ (bricht mit tränenerstickter Stimme ab)

Lee: (taucht weinend an der Seitentür des Saales wieder auf) „Wenn wir wirklich Freunde wären, dann würdest du so’n Scheiß überhaupt nicht machen! Du machst alles kaputt!“

Ricky: (bissig) „Jetzt kommen wieder die Tränen auf Knopfdruck. Das kennen wir schon.“

Jazzy: (wütend) „Ricky, jetzt reicht’s!“

Ricky: (den Tränen nahe, verlässt die Bühne)

Und nicht vergessen: Ich liebe Sie!

On your brains – Tag 072

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Eines Tages wird man auf die Menschheit zurückblicken und dann werden alle lachen, die dann noch übrig sind und sagen: „Was waren das für Deppen. Und diese Hüte aus Staniolpapier … köstlich!“. Zuvor werden wir an einer der vielen Variationen eines Virusses dahingerafft sein, denn wir wussten es ja „besser“.

Nun ist es ja so, dass immer noch die meisten Menschen ir … gend … wie … nor … m … äh … ach, nichts.

Einige, gerade unter den Lesern dieses unverbesserlichen Optimistikerblogs, werden noch wissen wozu man eine Gesichtsmaske im Schrank hängen hat und wie man sie bedient. Auch das Maß von ca. 150cm wird Ihnen, liebe Leser*innnen, ein Begriff sein. Desweiteren gehen Sie, da bin ich mir fast sicher, nicht davon aus, dass die „Regierung“ aka „die da oben“ aka „Diktatur“ aka „Elite“ Ihnen nicht so ein umfangreiches, wahnsinnig kompliziertes und auch extrem teueres Szenario vorgaugelt, nur um Sie (liebe Nichtleser*innen dieses Blogs) zu unterjochen. Ich habs noch nicht komplett zu Ende gedacht, ahne aber, da gäbe es einfachere Lösungen. Zumal so eine Diktatur einem ja nichts vorgaukeln müsste. Da gäbe ja Fußballstadien, in denen man „uns“ zusammenpferchen könnte, etc. Aber wem erzähle ich das? Ihnen, liebe Leser*innen, denn Sie sind es z.T. ja auch, die mir fast täglich von Leuten erzählen, die „es einfach nicht begreifen“ und Sie legen mir dann aufgebracht dar, dass dies Verhalten Sie erschüttert und/oder überrascht. Da muss ich dann immer lachen. Haben Sie schonmal an einer Reißverschlussverkehrssituation teilgenommen? Reißverschlussverkehr funktioniert ganz einfach: Es gibt zwei Fahrspuren, die sich z.B. vor einer Baustelle (im Idealfall eine, die schon 2,5 Jahre existiert, also eine bekannte Baustelle) zu einer Fahrspur vereinen. Der Führer (Ha!) eines Fahrzeugs fährt also auf seiner Fahrspur, auf der er oder sie sich befindet bis ganz, ganz kurz vor die Vereinigung der Fahrspuren und wechselt dann auf die Fahrspur, die an der Baustelle vorbeiführt. Jeder Fahrer auf der Fahrspur, die befahrbar ist, lässt jeweils einen Fahrer der Sackgassenfahrspur auf die befahrbar Spur. Die Sache ist geritzt. So in etwa funktioniert Reißverschlussverkehr. Aber haben Sie es schonmal die Wirklichkeit erlebt? Dann wissen Sie ja Bescheid. Das ist genau die Menschheit, die jetzt mit Corona zurecht kommen muss. Und mit Flüchtenden, Transgender, Veganismus, Feminismus, Greta Thunberg, 5G, Zukunft, Demokratie, Blinkersetzung, Internet.

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Rosenholz am Strang – Tag 071

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Schauen Sie nur, was ich für ein Schlawiner bin. Nur weil die Schrift in der grafischen Headline „Rosewood“ heißt, heißt nun dieser Artikel auch so. Das war’s dann aber auch schon mit Rose und Wood.

Aber mal was ganz anderes. Und zwar habe ich soeben beschlossen, dass ich nun insgesamt diese Folge durchziehe bis zum Tag 999. Und dann mal sehen. Das wären dann insgesamt 1.000 Tage Home Office. Man soll ja ab und zu mal in die Zukunft schauen. Das könnte natürlich zu Depressionen unter den Leser*innen führen, denn dann wüssten sie ja, dass das alles hier MINIMUM 1.000 Tage dauert. Ja, das würde dann bis zum 12. Dezember 2022 dauern. Also bis 6 Tage vor dem WM-Finale in Katarrh (Hust!). Da könnten wir uns ja dann im Schnee zum Public Viewing im Kurpark zu Wiesbaden treffen. Count me in. Public Viewing, darauf freue ich mich das ganze Jahr. Mit Event-Fußballfans mal so richtig einen saufen gehen und sich mal deren Meinung über schwarzhäutige oder türkischstämmige Nationalspieler anhören. Und das schwarz-rot-goldene Farbenmeer … ein Traum! Überhaupt ist diese WM ein Traum. Wer überträgt überhaupt die Spiele? Die Telekom, aber nur via eigens entwickeltem Webbrowser, mobile first? RTL-Nitro? Kabel 1? Hach, egal. Das wird herrlich. Hoffentlich schreiben mir gleich wieder Leute, dass sie Fußball eh scheiße finden und dass alle Fußballfans Nazis seien. Scheiß die Wand an!

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70 Tage Wurst – Tag 070

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Es ist der 70. Tag und was fällt einem Einfaltspinsel wie mir dann sofort ein? Natürlich „70 Tage Krankenhaus“, der Roman von Christian Kracht aus dem Jahre 2011.

Sie werden es sofort gemerkt haben, ein Fun-Dandy wie Christian Kracht schreibt doch nicht über so undandyhafte Orte des Elends wie Krankenhäuser. Wie soll man da in weißem Hemd, beigen Hosen und barfuß in Krokodilslederschuhen umher scharwenzeln und an exotischen Kaffeegetränken nippen? Das Leben ist ja so anstrengend, aber auch heitschi peitschi. Es macht mich wahnsinnig, dass die Rechtschreibkorrektur „heitschi peitschi“ nicht anerkennt. Die dumme Sau. Schasse die!!! Aber, ja, ich hab’s bestimmt schon dreitausendvierhundertachtundneunzig Mal erzählt wie ich im Krankenhaus lag und Scheibenwurst essen „musste“ und am Ende einen Fotografiepreis gewonnen habe. Ich bin ja nur deswegen immer so fun-launig darüber am berichten, weil ich ja immerhin mit beiden Beinen, nebst Füßen und fast allen Zipfeln, die daran baumeln wieder herausgekommen bin. Die liebe Frau, die auch gestreng sein kann, war dabei eine große Stütze. Eines Tages, wenn ich genug Eisstiele gesammelt habe, erbaue ich ihr daraus ein überlebensgroßes Denkmal. Wenn wir nicht vorher von den iPods ausgepeitscht werden. Dann nicht. Dann haben wir gewiss andere Sorgen, als überlebensgroße Eisstiel-Statuen zu errichten. Das wird die liebe Frau, die auch gestreng sein kann, ebenso sehen. Glaube ich jedenfalls. Ich hab sie dazu noch nicht befragt. Sollte ich das mal machen? Was meinen Sie? Ach, was frag ich denn, Sie können das ja erst lesen, wenn ich es veröffentlicht habe. Ich frag sie einfach, die liebe Frau, die auch gestreng sein kann. Moment.

Ja, das findet sie auch. Sie hat aber gelacht. Ich befürchte sie nimmt mich nicht ernst. Sie ist der Meinung, dass man iPods gar nicht mehr kennt und daher die empfundene Gefahr, dass die uns eines Tages auspeitschen könnten, gleich Null sei. Ich hoffe sehr, sie hat Recht. Sie hat ja ab und zu Recht. Sagen wir zu 50%. Sagen wir zu 49,999((Periode)%.

Wurst, die die Tiere auslacht, aus der sie besteht.
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In eigener Sachertorte – Tag 069

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Was könnte man nicht alles für humor-erotische An- und Abspielungen zur Zahl 69 machen, die ich restlos und allesamt total lustig und stilvoll finde. Trotzdem will ich davon absehen.

Aber Füße, das Thema Füße, nach – sagen wir mal – ästhetischen Maßstäben, da muss ich brechen. Füße finde ich nicht so toll. Also in, wie gesagt, ausschließlich ästhetischer Hinsicht. Ansonsten finde ich es natürlich wichtig, wenn man zwei funktionierende Füße hat. Ich kann Ihnen davon ein Lied von Eis und Feuer singen. Falls man z.B. 1 Hund ist, geht es hier natürlich um 4 Füße, bei Schnaken um 6 und bei Spinnen um 8. Tausendfüßler können mich am Arsch lecken. Nun kenne ich aber jemanden, der hat ein viel größeres Problem, denn er ist Mitinhaber eines Comicladens, was jetzt nicht das Problem ist, aber in Kombination damit ist sein größter Horror der Anblick der Füße von Micky Maus. Als ich das gehört habe, da dachte ich, das sind ja Probleme, davon sollte man den Leuten im Südsudan mal erzählen. Die gäben viel Geld dafür, solche Probleme zu haben. Aber natürlich möchte ich das jetzt nicht trivialisieren, denn immerhin ist man als Comicladenbesitzer permanent der Gefahr ausgesetzt Micky-Maus-Füße in Augenschein nehmen zu müssen. Das kennen wir Meganormalos ja nicht. Naja, jedenfalls konnte ich mir zuerst gar nicht vorstellen, wie die Füße von Micky Maus aussehen. Ich habe nie darauf geachtet, als ich früher sämtliche Lustigen Taschenbücher, Micky Maus-Hefte und diverse Carl Barks-Bücher gelesen habe. Micky Maus fand ich irgendwie immer blöd. Goofy hingegen war mir viel näher im Geiste und auch sonst. Oder Gamma und sein Hund Fips oder Kommisar Hunter und vor allen Inspektor Issel. Die fand ich nachvollziehbar. Aber Micky Maus, der erschien mir ebenso unsympathisch wie Asterix oder auch Fix wie auch Foxi. Also musste ich „Micky Maus Füße“ erstmal googeln. Und zumindest auf meinem Browser und meiner von Google mir ungefragt zugesprochenen Konfiguration, war das erste, was mir da gezeigt wurde: Micky Maus-Füße in Flip Flops. Schlimm!

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Frida(y) – Tag 067

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Ja, ich weiß. Man soll nicht spinnen und sich zusammenreißen. Sie können mir glauben. das mache ich den ganzen Tag. Nun also, da das Wochenende angebrochen ist, sitze ich im Pfauenhäuschen und schaue hinaus. Oder ich schaue auf das pinke Licht, links neben mir oder auf den Frida Kahlo-Vorhang. den ich bei Renio & Clark erworben habe. Kaufen Sie bitte alles von Renio & Clark, derer Sie habhaft werden (können). Ich bekomme für diesen Hinweis kein Geld und wenn überhaupt nur Liebe. Aber seit ich die Frida Kahlo-Vase und den Frida Kahlo-Vorhang habe (haben haben haben), bin ich ein anderer Mensch. Die geliebte Frau schüttelt ganz marginal den Kopf. Wenn man mit der Lupe hinschaut, kann man es sehen. Aber dann kauft sie doch Tulpen für die Frida-Vase. Die liebe Frau, die auch gestreng sein kann. Und heute, da wollte sie nicht mitkommen ins Pfauenhaus, denn, ach es ist gibt ja immer so viele Gründe sich bei seinem Gestrick, Pumm van Poppel, Kühlschrank, Käsebällchen, richtige Toiletten, Wasserhahn und Komfort aufzuhalten. Außerdem, so mahnt die liebe Frau stets an, lauern draußen auf der Wiese die Äskulap-Nattern. Darüber möchte ich aber nicht reden. sage ich dann. Und dass die Nattern, drüben bei der Gräfin am Südhang leben. Das hat die Gräfin doch gesagt. DAS HAT SIE DOCH GESAGT!!! Wenigstens, so sei es doch, kommen die Nattern doch nicht hoch ins Bett. Das machen sie doch nicht. DAS MACHEN SIE DOCH JETZT NICHT WIRKLICH!!! Meine mit mir freundschaftlich und herzlich verbundene Bekannte Petra hat neulich eine fotografiert. Diese ist aber augenblicklich in Schockstarre verfallen. Also die Natter, nicht Bekannte. Außerdem war das in Östereich. Es reicht aber jetzt.

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Was reimt sich auf Dösen? – Tag – 066

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Also zum Beispiel Ösen reimt sich auf Dösen? Naja, den Rest können Sie sich ja denken. Es ist jetzt also der 66. Tag nachdem wir uns entschieden haben, ins Home Office zu gehen. Ich weiß gar nicht, ob ich da schon dachte, dass das noch sehr lange gehen wird. Immerhin dachte ich, dass es 999 Tage dauern kann, da ja die Reihe quasi 3-stellig angelegt ist. Ich weiß leider auch nicht mehr, wie wir hier leben würden, wenn es Corona nicht gäbe. Würden wir dann jetzt in die Disko gehen? Oder in den Opel-Zoo? Würden hier Leute rumhängen und Bong rauchen oder Schnaps. Rauchen. Würden wir Fleischberge weggrillen und Feuerzangenbowle saufen? Oder Swingerclubs, würden wir in Swingerclubs rumlungern? Ganz sicher nicht. Ekelhaft. Oder in Plastiktüten atmen oder Tennis spielen. Ich wünschte, ich würde mich für Tennis interessieren. Das ist ein Lied der Band Tocotronic, aber es trifft auf mich zu. Ich hab 1x Tennis gespielt und 0:6 0:6 0:6 verloren. Ich habe aber nicht aufgeben und den Stiefel runtergespielt. Der Herr, mit dem ich da spielte, wollte unbedingt 3 Gewinnsätze spielen. Das sei dann spannender sagte er. Ich habe, glaube ich, einen Punkt gemacht, weil er bei meinem Aufschlag gelangweilt seine Fingernägel betrachtete und dann keine Lust mehr hatte mittels Becker-Hecht sich dem Ball zu ereifern. Das war’s aber auch schon mit Tennisspielen. Aber Daviscupveranstaltungen habe ich mir angeschaut. Irgendwas mit Tomáš Šmíd. Wir standen da im Goldsteintal am Auto eines Typens, der mal eine Flasche Bailey’s auf Ex getrunken haben soll. Daher hieß er Bailey. Da lief im Radio Daviscup und es dauert bis ins Morgengrauen, bis ein gewisser Michael Westphal sein Match gewonnen hat. Oder so. Keine Ahnung. Oder Hartford/Connecticut im Jahre 1987. Da spielten mal die Herren Boris Becker und John McEnroe 126 Stunden am Stück Tennis miteinander. Das war sehr aufregend. John McEnroe ist übrigens in Wiesbaden geboren. Und beim Wimbledon-Sieg Boris Beckers in Wimbledon stand ich im Café Plantage neben einem Typen namens Boris. Das war total verrückt. Und einmal, kann ich mich erinnern, spielte ein gewisser Michael Chang gegen Ivan Lendle so komisch Tennis, dass der Reporter ständig das Wort “ Mondbälle“ in den Mund nahm. Aber fragen sie mich nicht. Ich glaube Michael Chang hatte Krämpfe und lag bisweilen auf dem Boden herum und seine Aufschläge waren so wie die bei mir, wenn ich Federball spielte.

Edgar
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Neues vom Wichser – Tag 064

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Joghurt mit Zupfkuchengeschmack. So hat sich die Menschheit also die aktuelle Gegenwart vorgestellt. Gratuliere! Also, ich find’s gut. So. Und da wäre der Tag auch schon wieder auserzählt.

Es passiert einfach nichts. Auch ein Besuch beim Zahnarzt ist nichts Aufregendes. Aber insgesamt ist diese Entwicklung ja wundervoll. Sie mutet so erwachsen an. So, als hätte man was geschafft. Dass ich das mal sagen könnte, das hätte ich mir nie vorstellen können. Als mir am Morgen des 7. Juli 1976 klar wurde, dass man, wenn man alles Jugend- und Postjugendgedöns hinter sich gebracht hat, LEBENSLANG arbeiten muss, da habe ich mich gesehen, wie ich knietief im Morast stecke und Lumpen sortiere oder ich wäre Doornkaat-Konsument an Öhrleins Trinkhalle in Wiesbaden-Dotzheim. So was halt. Was man sich so vorstellt. Irgendwann hatte ich den Schlüssel eines Ateliers in der Wiesbadener Freien Kunstschule und saß nachts vor meinen Leinwänden, mit 10 Flaschen Äppler und einer oder zwei Packungen Reval ohne und überlegte mir, wie das hier ausgehen könnte. Ich kam zu keinem Entschluss, der nicht was mit „brotlose Kunst“ zu tun hatte. Dann war der Plan: Künstler und Taxifahrer sein. So könnte es klappen. Man könnte den ganzen Tag im Auto sitzen und Zigaretten rauchen und Henry Miller lesen, dazu 2-Zimmer-Wohnung im Wiesbadener Westend. Ich meldete mich also zum Taxischein an, verlor allerdings am Vorabend der Taxischeinprüfung meinen Führerschein aufgrund einer gehirnentleerten Fahrt meines Volvo 345 DLS mit mir darinnen und 7 Liter Apfelwein wiederum in mir darinnen.

Am nächsten Tag dachte ich: „Wo habe ich eigentlich geparkt?“.
Und dann dachte ich „Ach du Scheiße!“.
Und dann dachte ich: Plan B.

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