1 Vision – Tag 048

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Der bekannte Herr Jan Böhmermann aus dem Fernsehen macht das andauernd, und ich muss mich fast erbrechen vor Wut, wenn er das macht. Wenn er nämlich Anspielungen macht und dann nicht sagt, um was es geht. Klar, sonst wären es ja keine Anspielungen. Das ist so eine lausbübische Masche. Vielleicht von jemandem, der es zwar gut meint und der gut denkt, der aber (womöglich) tief drunten im finsteren Kerker der Ironiemiliz gefangen gehalten wird. Aber ich muss mich heute auch mal auf das dünne Eis der Anspielungen begeben. Ich weiß zwar noch nicht warum ich das muss, so wie ich auch jetzt noch nicht weiß, wie dieser Blogeintrag ausgeht. Sagt man überhaupt noch „Blogeintrag“?

Die drei Arancini aus Sizilien sorgten in den Jahren 1967-1975 in ganz Europa und Mexico für tobende Reisbällchen-Arenen.

Freunde™, also Sie wissen schon, „Freunde“ haben es schon oft gehört, dass ich was vorhabe. Also auswandern, 24/7 dösen, Kunst machen, einen Käseladen aufmachen, Stø in 1,5 Liter-Flaschen verkaufen, mir einen VW-Bus kaufen, mal wieder grillen, mal „was mache(n)“, nach Norwegen mit dem Fahrrad fahren, Island besuchen, 6 Monate nach Brooklyn ziehen, ZEN-Buddhismus, Kräuter anpflanzen, mit Elektrodings zum Rosenköppel fahren, jeden Morgen erstmal 20 Runden schwimmen, etc. Und natürlich, dass ich quasi seit 2006, als ich zum ersten Mal davon gehört habe, einen Podcast machen möchte. Eine mir näher bekannte Radiomoderatorin, die sonst alles mögliche, was ich so mache, gut findet und sogar schonmal die Verkehrsmeldungen für die A66 extra für mich im Radio vorgelesen hat, schaute mich beispielsweise mit heißen, trockenen Augen an, als ich erzählte, dass ich a) doch auch mal eine Radiosendung auf dem weltberühmten Radiosender „Radio Rheinwelle“ hatte und b) unbedingt der Meinung bin, dass ich einen Podcast besprechen müsse. Man kann sich einfach nicht vorstellen, dass jemand wie ich, der als die Gisela Schlüter des 21. Jahrhunderts gilt, unbedingt was im Bereich Sprechen machen will. Und als ich mal mit Werner Reinke, Lidia Antonini, meinem geschätzten Geschäftspartner Bernd R. und dem berühmten Hollywoodschauspieler B. Bugri, sowie eben dieser Radiomoderatorin in einer Eisdiele in Kelkheim saß, da wollte ich diese Hirngespinste bei den anwesenden Radiostars anbringen, damit sie mir applaudieren mögen, doch die Radiomoderatorin warf sich jedesmal dazwischen, so dass ich irgendwann aufgab und mir stattdessen einfach die umfangreichen Anekdoten der Stars anhörte, die mit uns dort weilten. Es war sehr schön. Nächsten Tag fuhren Mme. Kiki und ich in einen sonderbaren Urlaub und der Schnee des Vergessens legte sich über die Erinnerung an diese Szenerie in einer Eisdiele in Kelkheim.

Und so, naja, verging die Zeit. Einmal 2014 gab es noch den Podcast namens Pummcast, aber, hier, Schwamm drüber, gä! Und nun, nach etlichen Bemühungen, jahrelangem Darben und Verzwackungen, haben der berühmte Comicfachverkäufer und Inhaber des Berliner Comicladens „Grober Unfug“ Quitzi Wienke und ich, ein altes Zirkuspferd, ein Meisterwerk erschaffen. Naja, nicht gerade ein Meisterwerk. Halt ein Werk. So was in der Richtung halt. Die Nummer 0 ist geschaffen und sie ist irgendwo da draußen in the internet. Aber erstmal nur für Fachpublikum. Am Mittwoch werden wir voraussichtlich die Episode S01E01 einsprechen und dann wird das auch hot und nach (fast) allen Regeln der Werbekunst beworben, so dass wir schon bald „Gehacktes Misch“, „Kardiologie“, „Popufo“, „Saft & Sorgenreich“ und „Mirkosdildotanten“ überholen werden. Ich weiß nur noch nicht wo und wieso. Aber man kann sich das ja mal vornehmen. Jedenfalls nehme ich mir das vor. Wenn auch nur aus Gründen des Fun. Mir fehlt abseits meiner beruflichen Tätigkeit jedweder Antrieb für jedwedes Karrieristikum. Das Wort Karrieristikum habe ich gerade erfunden. Bitte überweisen Sie mir (viel) Geld für diese Erfindung. Kontonummer steht in den Kommis.

Jedenfalls habe ich das heute gemacht, an diesem 048. Tag, seit wir entschieden haben, aus dem Home Office heraus zu operieren. Morgen ist der 049. Tag, viele werden folgen und da werden wir bitte alle nicht krank, sondern werden das Kind schon schaukeln. Ja?! Versprechen Sie mir das? Denn …

… ich liebe … ich liebe doch alle … alle Menschen. Na ich liebe doch … ich setze mich doch dafür ein.

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