22 Jahre Home Office und keinen Tag älter geworden. Hurra!

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Da ich eh nicht weiß, wie es sonst wäre, wenn es nicht so wäre, wie es jetzt gerade ist, akzeptiere ich das halt so, wie es ist. Oooohooo!!! Ich bin so ein weiser Mann. Nämlich bin ich ein alter, weiser Mann. Sagt man doch so. So sagt man das doch. Naja. Gestern wollte ich noch was machen, was ich dann heute nicht mehr machen will und morgen ist das wieder anders. Ich weiß ja nicht viel. Das widerspricht sich jetzt und dann auch wieder nicht. Mir ist neulich aufgefallen, dass ich keine Pointen kann und auch keine will. Ich hasse Witze.

Zum Beispiel die Story mit dem Bär, neulich. Da fährt also der Bär in meinem Kanu den Yukon runter und will nach Russian Mission. Und dann ist die Geschichte auch schon fertig. Mich interessiert die Geschichte nicht. Soll er doch nach Russian Mission fahren, der Bär. Das kann sich ja jeder für sich selbst zu Ende denken, das mit dem scheiß Bär. Es ist zum Beispiel für den Lauf der Welten komplett egal, ob ich den Bären bis nach Russian Mission fahre oder ob er vorher entnervt aussteigt oder ob er kurz an einer Eisdiele, zufällig die geilste Eisdiele in ganz Alaska und Kanada zusammen, anhalten und sich ein Eis kaufen will und ich die Gelegenheit nutze ohne ihn weiterzufahren oder ob ich gar nicht weiß, wie dieser Satz weitergehen soll. Es ist egal. Ich habe zum Beispiel auch vergessen, ob der Bär und ich sich gerade in Kanada oder schon in Alaska befinden. Ich hab nicht aufgepasst. Die Story ist egal. Es geht nur um das Narrativ. Vergessen Sie den letzten Satz. Ich hab’s nicht so gemeint. Ich schreibe das ja alles auch nur, weil mir absolut nichts mehr einfällt. Ich bin leer und verbraucht. Jedenfalls grad jetzt.

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Morgen früh bin ich wieder das blühende Leben.

Die Frau leidet mitunter stark darunter, dass ich so ein verdammt blühendes Leben am Morgen bin, denn wer will schon blühendes Leben am Morgen beim Blühen betrachten. Mit noch Sandmännchen in beiden Augen. Da verhält es sich wie mit Napalm. Also, ich nun am Morgen, voll das blühende Leben, gut gelaunt, Podcast (Reflektor, Fußball MM, Achterbahn ins Nirgendwo (total nervig), Ball you need is love, Baywatch Berlin, Corona update, das Podcast-Ufo, IIS, Hotel Matze, Klamroths Konter, Klamroth Calling, Fest & Flauschig, Apokalypse & Filterkaffee) hörend und ein Liedchen pfeifend, was an den doppelten, doppelten Expressos liegt, die ich mir rein pfeife und dann will ich nur noch etwas erschaffen und da sagt die Frau dann nix. Sie denkt sich ihren Teil. Ich seh‘ das doch, dass die sich ihren Teil denkt. Und was das denn für ein Teil jetzt wäre, und dass sie mir das doch bittschön mal mitteilen möchte, ich hätte ein Anrecht darauf, denn ich wäre ihr verbriefter Ehemann und so hätte ich auch gewisse Rechte. Aber die Frau denkt sich ihren Teil für sich selbst. Das arrogante Stück. Jedenfalls bin ich dann eben für mich das blühende Leben, soll die Frau doch zusehen. Pff. Und dann sitze ich am Rechner und tippe di tipp und Zickzack mit der Maus, viel beruflich nachdenken und zwischendurch in der Küche nachschauen, ob die Frau nun endlich ihr Verhalten mir gegenüber bereut. Aber von wegen. Nichts da. Fehlanzeige. Darauf könne ich lange warten, lacht die Frau. Ob sie mich auslache jetzt, frage ich sie. Und sie macht mit dem Arm eine typische Breakdancebewegung, was mich total auf die Palme bringt. Das geht so bis ca. 16 Uhr, dann denke ich mir, ach wäre doch schon 17 Uhr, dann lässt Du den Hammer fallen und dann ist es plötzlich 19:53 Uhr ich telefoniere mit Leuten beruflich und ich denke mir, das hast Du Dir auch ganz anders vorgestellt. Wenn ich jetzt mit einem Bären im Kanu den Yukon runter paddeln täte, was wäre das für ein wundervoller Move. Alaska, dieses Scheißland. Da wäre ich gerne. Im Winter fällt Dir vor Kälte der Pimmel ab und im Sommer: Stechmücken und Bären. Aber vielleicht besser als von morgens um 8 Uhr bis abends um 20:30 Uhr zu arbeiten. Oder halt eben auch nicht. Natürlich ist es, das sagte ich ja bereits, in Alaska eher unangenehm. Vielleicht ist es aber auch toll in Alaska. Manchmal denke ich das. Hans-Hubert Vogts reist zum Beispiel gerne nach Alaska. Jedenfalls hat er das 1996 von sich behauptet. Er fände es dort knorke. Draußen im Hof biegt jemand Eisenstangen. Ich muss dringend mal auf Klo, aber ich gehe nicht. Ich gehe doch …

Wo war ich? Ach, egal. Ich müsste mal schlafen, vielleicht gehe ich mal weit vor 2 Uhr ins Bett. Wenn ich das mache, dann wache ich um 2 Uhr wieder auf und die 3 Schleudern im Kopf sitzen mit mir im Bett und wir überlegen, ob es sich jetzt überhaupt noch lohnt, sich nochmal hinzulegen oder ob wir einfach aufstehen und 4 Espressi saufen, die Schleudern und ich und der Frau auf den Sack gehen. Ach, das bringt ja auch nix. Man soll sich ja mit seiner Ehefrau verstehen und sie jeden Tag lieben wie sich selbst, das steht ja im „Handbuch für ein glücksvolles Eheleben 1953-2015 – Band 1“.

Was mach ich bloß?! Was mach ich bloß?!

07.04.2020 / 23:33 Uhr

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