Das müsste man mal machen – Tag 30

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Mir fällt nichts ein. Wenn’s im Gemüt gut läuft, fällt Dir nix ein, als Dings. Wie sagt man gleich? Jedenfalls ist heute Tag 30 von Dings. Sie wissen schon. Also in der Welt meiner Frau, der meiner Firma und in meiner. Ich starre in das Adressverzeichnis meines iPhones. Ob ich mal mit jemandem skypen sollte? Oder so. Ob ich jetzt noch ins Pfauenhäuschen fahren und dort übernachten sollte? Oder sollte ich die Spülmaschine ausräumen? Grüne Soße machen, mitten in der Nacht. Ob ich mich an den Artikel setze, zu dem mich heute Abend noch Korrekturen erreicht haben? Aber dann … ja dann … Achtung es folgt ein First World problem der ersten Kajüte, Deck 1, erstes Schiff: dann müsste ich ja den anderen Rechner aus der Tasche holen, die da drüben liegt und da müsste ich ja … es ist aber schon so spät. Das kann man ja morgen früh machen. Morgen um 6 Uhr, wenn ich aufstehe und den 31. Tag verlebe. Also erlebe. Belebe. Bipolar. Ich frage mich seit Wochen, ob ich mal bei der Firma OrangeBC anrufe um dort eine Schraube zu ordern. Oder einen neuen Sitz. Oder frage, ob sie auch andere Sitze haben oder hinfahre. Sind Läden, die Elektrofahrzeuge verkaufen, systemrelevant? Snickers. Ich würde jetzt gerne 14 Snickers essen.

„Ich leuchte!“, sagt der Lampenhase am Abend zu der Fridavase.

Ich esse nicht 14 Snickers. Aus verschiedenen Gründen. Das System kennt das Wort ‚Snickers‘ nicht. Kurz nachdem ich mich entschlossen habe keine Süßigkeiten mehr zu essen, haben die Typen von Hanuta einen Hanuta-Riegel rausgebracht. Ich habe umgehend den Tag verflucht, an dem ich beschloss keine Süßigkeiten mehr zu essen. „Mutter, warum hast du mich geboren oder hat mich der Esel im Galopp verloren?“, fragte ich mich und bekam keine Antwort. Zum Beispiel der Knoppers-Riegel ist so ziemlich das Beste, was es gibt auf der Welt. Also jetzt nicht menschlich, aber so von Süßigkeiten her. Aber auch zum Beispiel braucht der Knoppers-Riegel den Vergleich mit einem veganen Schmalzbrot nicht zu scheuen. Statt ständig neue Motoren für Formel 1-Fahrzeuge zu entwickeln, sollte die Menschheit lieber mal den Knoppers-Riegel mit 0 (Null) Kalorien erfinden. Oder Käsekuchen mit Mandarinen, aber mit 0 Kalorien. Ich hasse die Menschheit eventuell ein bisschen dafür, dass sie das nicht hingekriegt hat. Aber Tschernobyl, Helmut Kohl, Windows 95 und die Frisur von Ursula von der Leyen … ja, da ist die Menschheit ganz groß drin. Das hat die Menschheit wirklich super hingekriegt.

Mecker, mecker, popecker. Jetzt aber mal was ganz anderes. Freunde, die mir sehr sympathisch sind, ja, ich empfinde manchmal Sympathie für meine Freunde, oft sogar (sehr) große Sympathie(n), haben uns heute eine Frida Kahlo-Vase vor die Tür gestellt. Ich hatte sofort das Gefühl, dass man ohne eine Frida Kahlo-Vase nicht mehr leben kann. Wir müssen unter allen Umständen jeden Tag für frisches Geblüm sorgen. Zudem war ich der Ansicht, dass wir auch noch einen Frida Kahlo-Duschvorhang brauchen. Es ist Corona. Da sollte man nicht mit Frida Kahlo-Gegenständen geizen. Die Frau sagte: „Aber Hückchen!“ und ich musste ihr recht geben. Ich bin ein unverbesserlicher Optimistiker. Das Dasein ist mir stets eine innere Loveparade und mein Zuversichts-Ich steht nicht selten freihändig auf der Dyckerhoffbrücke und schifft hinunter auf zufällig vorbeiziehende Tretboote. Leider weht der Wind alle Bemühungen einen Treffer zu landen hinfort. Aber mein Zuversichts-Ich und ich geben nicht auf.

Ich liebe es.

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