Fiftyeight – Tag 058

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Ok, ich geb’s auf. Die Erde ist eine Scheibe. Das wollte ich nur mal zu Anfang klar stellen. Dass man sich gleich zu Hause fühlt, hier in diesem Kleinod menschlicher Kopflosigkeit.

Ich kann Menschen nicht mehr zuhören. Ich glaube Menschen haben ausgedient. Menschen und Meinungen. Und außerdem habe ich herausgefunden, dass Menschen auf Demonstrationen gegen die Machenschaften der hiesigen Diktatur, die Frisuren und die Hautunreinheiten der Neunzigerjahre auftragen. Das finde ich sehr freundlich, denn sonst müsste ich es ja machen. Mir wächst jedoch ein Pickel am Arsch und das reicht mir schon. Und nun kann ich nicht weitersprechen. Man hört mich wahrscheinlich ab. Ja, schon, aber wer? Da wäre zunächst einmal Gott. Er hört uns ja alle ab. Dann Steve Jobs, klar. Jeff Bezos mit seiner Alexa. Bill Gates mit Windows 95. Angela Merkel mittels Raute. Der DFB. Markus Lanz. Thees Uhlmann. Martin Kind natürlich. Nuja, klar. Warum baut der denn sonst Hörgeräte? Ich befürchte auch die Fantastischen Vier und da besonders Smudo. Der ist ja wirklich überall. Der Typ von Seitenbacher-Müsli. Da können Sie aber einen drauf lassen. Dann bin ich mir ziemlich sicher, dass mich (jetzt ganz persönlich) der komplette Chaos Computer Club abhört. Da ist Constanze Kurz an meinem Rezept für griechischen Salat interessiert. Ich weiß es. Ich spüre es. Dann dieser verschlagene Tankwart von der Tankstelle unten im Dorf, wie der mich immer ankukkt. Und dieser fiese Waldkauz da draußen, der hier die ganze Nacht rum bellt. Ich kann Ihnen sagen … es ist kaum auszuhalten.

Beweisfoto A

Und daher lasse ich mir das alles nicht mehr gefallen. Morgen gehen wir in den Puff und danach zu Ikea und dann in die Disco und dann lass ich mich vom Hustinettenbär mal so richtig von oben bis unten mit Sputum benetzen. Ich glaube das hört sich nach einem Plan an. So mache ich es. Meine Erfahrungen und alles was ich noch so denke und fühle, können sie Twitter (@scheiblettenfred_3000) entnehmen.

So, und nun muss ich Markus Lanz weiterschauen und was die Bürgermeisterin von Flensburg noch so zu sagen hat. Sie sagt Dinge mit bitterer Stimme und grinst dabei. Ich nehme an sie weiß was. Die Stimmlage hört sich so an, als kommt da gleich noch ein richtiger Hammer. Sie wird in wenigen Minuten mal so richtig sagen, was sie wirklich denkt. Noch sagt sie es nicht. Sie schweigt nicht direkt, aber sie verwendet Worte wie „faktisch“ und nennt Zahlen. Und sie sagt „das ist viel“. Ich denke, es dauert nur noch wenige Minute, dann sagt sie es. Gleich sagt sie „aber“. Das ist sicher und dann sagt sie es. Moment. Gleich. Ich bin so aufgeregt. Wenn sie es gesagt hat, dann wird Lanz seine Stiefelchen in die Höhe recken und nervös auf seinem Stühlchen herumrutschen. Da kann er dann wieder glänzen mit seiner Art von investigativem Journalismus. Henry Nannen pur. Aber die Bürgermeister erhöht schon die Frequenz. Sie sagt „Lockdown“ schon so komisch. Wenn sie „Corona“ sagt, grinst sie frech in die Kamera. Wir müssen uns auf was gefasst machen. Ich wundere mich nicht, dass Lanz den Karl Lauterbach nicht eingeladen hat. Da hätte sie sich die Bürgermeisterin die Grinserei abschminken müssen. Der Lauterbach, der hätte der was erzählt. Ich befürchte, wenn diese Coronasache, so etwa 2023, mal ausgestanden ist, dann wird man Karl Lauterbach kaum noch im Fernsehen sehen. Das finde ich extrem betrüblich. Ich hab Karl Lauterbach lieb. Aber ich muss jetzt dringend ins Bett. Es ist schon morgen, also heute und eigentlich wollte ich gestern schon im Bett „liegen“.

Ich liebe. Sie!

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