Frida(y) – Tag 067

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Ja, ich weiß. Man soll nicht spinnen und sich zusammenreißen. Sie können mir glauben. das mache ich den ganzen Tag. Nun also, da das Wochenende angebrochen ist, sitze ich im Pfauenhäuschen und schaue hinaus. Oder ich schaue auf das pinke Licht, links neben mir oder auf den Frida Kahlo-Vorhang. den ich bei Renio & Clark erworben habe. Kaufen Sie bitte alles von Renio & Clark, derer Sie habhaft werden (können). Ich bekomme für diesen Hinweis kein Geld und wenn überhaupt nur Liebe. Aber seit ich die Frida Kahlo-Vase und den Frida Kahlo-Vorhang habe (haben haben haben), bin ich ein anderer Mensch. Die geliebte Frau schüttelt ganz marginal den Kopf. Wenn man mit der Lupe hinschaut, kann man es sehen. Aber dann kauft sie doch Tulpen für die Frida-Vase. Die liebe Frau, die auch gestreng sein kann. Und heute, da wollte sie nicht mitkommen ins Pfauenhaus, denn, ach es ist gibt ja immer so viele Gründe sich bei seinem Gestrick, Pumm van Poppel, Kühlschrank, Käsebällchen, richtige Toiletten, Wasserhahn und Komfort aufzuhalten. Außerdem, so mahnt die liebe Frau stets an, lauern draußen auf der Wiese die Äskulap-Nattern. Darüber möchte ich aber nicht reden. sage ich dann. Und dass die Nattern, drüben bei der Gräfin am Südhang leben. Das hat die Gräfin doch gesagt. DAS HAT SIE DOCH GESAGT!!! Wenigstens, so sei es doch, kommen die Nattern doch nicht hoch ins Bett. Das machen sie doch nicht. DAS MACHEN SIE DOCH JETZT NICHT WIRKLICH!!! Meine mit mir freundschaftlich und herzlich verbundene Bekannte Petra hat neulich eine fotografiert. Diese ist aber augenblicklich in Schockstarre verfallen. Also die Natter, nicht Bekannte. Außerdem war das in Östereich. Es reicht aber jetzt.

Frida auf Erden.

Und dann war also heute Brückentag. Wir haben allen frei gegeben und sind so herumgelungert, einige, nicht wenige von uns, sind jetzt schon sternhagelvoll. Also mit Liebe meine ich. Ich habe Postkarten „entwickelt“ für die einzige Schwiegermutter, die ich je besaß und wenn alles so läuft, wie wir uns das vorstellen, wird es die einzige bleiben. Eine reicht ja auch. Und dann habe ich unseren Podcast hochgerotzt. Diesmal, so sagte ein Kunde meines Podcast-Kumpel Christoph, sei der Sound besonders gut, denn wir klängen wie bei einem Telefongespräch. Ich weiß noch nicht, wohin ich dieses Lob stecken soll. Eventuell zu den Äskulap-Nattern. Ja, und dann war auch der Tag schon wieder herum.

Aber wir fuhren heute durch die Stadt. Unten am Rhein, im Stadteil Wiesbaden-Biebrich, dachten wir, dass ja wohl Corona vorbei ist. Vielleicht ist es ja so, dass wir, die wir „wissen“ wo der Hase läuft und wohin, einfach weiterhin unsere Masken aufsetzen und Handdesinfektionmittel verwenden, die Hände regelmäßig waschen, wann immer es geht, mal Gummihandschuhe tragen (ja, Weltmeere, ich weiß …) und Aerosolansiedlungen vermeiden, wie es nur geht. Und dass die anderen, die „wissen“, dass es alles nicht so schlimm ist und wir „die ganze Wirtschaft nicht für ein paar Alte opfern können“ sagen, dass man die einfach ihrem Schicksal überlässt. Einer hat heute „Darwinismus als Chance“ gesagt und das war ich, in einem zutiefst zynischem Moment, in dem ich nicht mehr machen kann, als einfach mit der lieben Frau und denen, die noch bei Verstand sind, unser Ding zu machen, von dem wir überzeugt sind. Ich erreiche niemanden, die Aluhüte eh nicht, aber da kenne ich jetzt auch keinen persönlich, an dem ich mich sinnloser Weise abarbeiten könnte. Zumal ich ja all diesen Leuten auch nicht zu Nahe kommen will Und wenn ich „ich“ sage, meine ich aber die liebe Frau und mich.

Und so machen es die Leute. Die einen treten halt im Autokino auf, weil ihnen jetzt gerade nichts besseres einfällt. Die anderen haben eh ausgesorgt und andere wiederum finden alles doof und es müsste doch wieder so sein, wie „vorher“. Wenn ich mir aber meinen geliebten Fußball anschaue und wieviel Millionen und Abermillionen so ein Spieltag, inkl. Polizeiaufgebot und Verkehrsbewegungen, Alarmbereitschaft bei diversen Sanitätseinrichtungen und dann die ganzen Stadien … das ist der helle Wahnsinn. Soll das wirklich alles immer so weitergehen? Wie ist es denn, wenn der Fußball auf einer Wiese, begleitet von etlichen Kameras und noch 30-40 Leuten drumherum, stattfindet. Und man sich die Fahrerei spart und ja leider auch das ganze Brimborium und dann mal wirklich schaut, ob die Herrschaften mit barem Spiel glänzen können oder ob das alles von dem ganzen Gegröhle schöngefiltert wurde. Dass jede Bewegung von Erling Haaland nur analog zum Aufgeflippe der gelben Wand funktioniert oder auch so. Ich fand den letzten Spieltag grässlich. Was u.a. aber auch am Gekicke der Eintracht lag. Jedenfalls an dem Ergebnis. Aber auch sonst. Was für ein elendes Gerippe da ohne Fans. Aber inwiefern muss man da umdenken? Bei allem. Bei der ganzen Fahrerei und der sich ständig in irgendwelchen Konferenzraumbegegnungen, diesen sinnlosen Rumfahrereien, alleine für die Parkplatzsuche. Wieviel Wert ist es, sich am Ende gegenüber zu sitzen, wenn man dies ohnehin nur im Rahmen aller möglichen Konventionen tut, leblos, seelenlos und nur für irgendwas, von dem man denkt, dass man das sein müsste. Statt sich Treffen für die guten, richtigen, lebendigen Momente aufzuheben. Wieviel Zeit man sparen würde, wenn man sich die Fahrerei alleine wegdenkt. Rausradiert aus dem Bild. Und dann, falls das mal wieder geht, lieber mit wachen Geist und mit allen Fasern sich Konzerte anschaut (eventuell einfach auch mal ohne es mit dem Smartphone zu filmen) und hinterher das mitnimmt, was man da gesehen und gehört hat. Und am Montag schaut man sich die Kollegen halt mal wieder in Zoom oder Skype an. Man kann die da eh viel besser sehen. Und sie sind immer viel wacher und viel mehr da, als je zuvor. Seht es Euch doch an. Ich weiß es. Ich sehe es. Aber viele Dinge gehen jetzt einfach nicht mehr, wie früher. Naja. Wem erzähl ich das? Naja, Ihnen. Und Sie wissen ja …

ich liebe Sie!

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