Fußball-Weltmeisterschaft – 26. Juni 2018 – #AUSPER #DENFRA #ISLCRO #NGAARG

Hallo, ich bins! Vielleicht wird das ja doch noch ganz interessant, da in Russia. Der Russe, vielleicht steht ja jetzt endlich vor der Tür. Einer meiner Kunden ist ja felsenfest davon überzeugt, dass Russland Weltmeister wird. Das darf doch wohl nicht wahr sein. Was ist denn das für eine krude Theorie?! Das ist dann aber politisch. Das kann dann nicht mit rechten Dingen zugehen. Womöglich reißen sich die Spanier schon am Sonntag derart am Riemen (hihihi), dass die Russlandreise hier schon beendet sein wird. Aber: Es gibt Hoffnung für Russland, denn mit Sangria bekleckert haben haben sich die Spanier ja gestern nicht gerade. Eijeijei. Fast wäre mein Plan aufgegangen. Ich hätte mich für die Iran Men arg gefreut, wenn die Kirsche von Vahid Amiri nicht im Außennetz, sondern im Tor gelandet wäre. Es wäre sicher auch nochmal lustig gewesen, wenn CR666 ** (** Fred) für sein Gerumpel an Morteza Pouraliganji zu recht Rot gesehen hätte. Aber was nicht ist, ist nicht. Doch jetzt bin ich ein bisschen on fire.

Jetzt geht’s vielleicht lohos.

AUSTRALIEN vs. PERU
Da weiß ich jetzt nicht. Im Spiel der Peruaner gegen die Franzosen ist mir vor allen Dingen diese unerträgliche Zeitschinderei von Kylian Sanmi Mbappé Lottin und diese Beamtenfußballerei der Franzosen in Erinnerung geblieben. Die Peruaner waren nah dran. Auch in der Partie gegen Dänemark hatten die Peruaner zahlreiche Möglichkeiten, aber auf deren Verwandlung wartet man bis heute vergeblich. Was ist nur los in diesem Land. Alle gehen arbeiten, nur die Peruaner nicht*. Aber jetzt ist Schluss mit lustig. Die Peruaner müssen hier gewinnen. Es sitzen ja schließlich bei jeder Begegnung mit peruanischer Beteiligung eine geradezu Maracanã-eske Anzahl von Südamis im Stadion und zappelten fröhlich auf ihren Sitzen, singen Lieder und kreischen ihre Mannschaft nach vorne. Das wird auch heute wieder so sein. Doch die Australier werden was dagegen haben und könnten ihr Ansinnen auch mit Leistung und Leidenschaft untermauern. Daher gibt es ein Hin und Her wie nicht recht gescheit und am Ende steht es 3:2 für die Peruaner. Die Tore kommen von  José Paolo Guerrero Gonzales (12.), Jefferson Agustín Farfán Guadalupe (14.) und in der 92. Minute dann verrückterweise ausgerechnet von Renato Tapia Cortijo. Weil, die Peruaner stehen ab der 85. Minute mit Mann (Pedro Gallese) und Maus (Luis Jan Piers Advíncula Castrillón) vor dem Tor der Aussies, deren Treffer von dem von Anfang an spielenden Tomislav „Tomi“ Juric (56.) und Robbie Thomas Kruse (83.) markiert werden. So genau kann man das ja aber gar nicht sagen. Und das bringt zwar niemandem was, aber was soll’s. Zuhause ist auch schön. Tschüss bis bald, ihr tapferen Recken von der Südhalbkugel.

„I never make predictions and I never will.“
(Paul Gascoigne)

DÄNEMARK vs. FRANKREICH
Es sollen die Dänen gewinnen. Die Franzosen sind ja ohnehin und leider gar nicht mal zu recht weiter. So ein Glück möchte ich auch mal haben. 2:1 habe ich getippt bei den elf Freunden. So soll das auch sein. Warum weiß ich auch nicht. Ich kann ja hier nur Wünsche äußern. Realismus ist nicht meine Sache. Dennoch wird Mbappé hier wieder seinen Markwert steigern (um was anderes geht es ja hier nicht) und zunächst in der Minute Nr. 23 ein Tor schranzen, dass es dem Kind von Peter Bolesław Schmeichel ordentlich in der Quaste bimmeln wird. Davon ist auszugehen. Aber nach der Halbzeit coached sich Åge Fridtjof Hareide einen ab und hernach klettern die Recken aus nördlich von Kiel mit einer Wucht aus der Kabine, dass es eine wahre Freude ist. Es wird gelacht und geballert, dass einem nichts mehr einfällt, und alle erinnern sich an 1992. Trotzdem dauert es bis zur 87. Minute, bis mal einer™ reingeht für die Dänier. Und dann wieder in der 89. Minute geht das ratzfatz und den Franzosen fallen die Froschschenkel aus den Augen. Da wird hinterher aber auch ganz schön ratlos dreingeschaut, wenn es im Achtelfinale gegen Nigeria (Hurra!), Island (Hu!) oder (HAHAHAHAHAHAAAHAAHAHAHA) Argentinien geht. Die Tore kommen natürlich diesmal von Pione Sisto Ifolo Emirmija und, unglaublich, aber wahr, Kasper Schmeichel. Der nämlich kickt in der 89. Minute die Kugel von seinem Standpunkt ab in die Luft, wo sie in einem Parabelbogen über die Köpfe der staunenden und schon aus unterschiedlichen Gründen mit Pippi in den Augen versehenen beiden Mannschaften fliegt, und während noch Hugo Lloris nach seiner Sonnenbrille bezüglich der Moskauer Abendsonne kramt, senkt sich das Kunstleder hinter ihm ins Tor der Franzosen. Danach ist kein Halten mehr und die Dänen schnappen komplett über und besetzen den Kreml.

Stichwort #Junirevolution!

ISLAND vs. KROATIEN
Ich bin schon ein komischer Vogel. Also wirklich. Wer soll denn das alles hier verstehen. Das geht doch alles ganz anders aus. Ich habe mir vorgenommen, mir das Spiel der Deutschen gegen Schweden nach den Begegnungen am heutigen Abend nochmal anzuschauen, und zwar komplett. Von Anfang an. Das war, glaube ich, DAS Testspiel schlechthin und gleichsam die Erweckung und ein wahrhaftiges Erkenntnisreich und es war maßgebend und zukunftsweisend, wie es ein Testspiel im Leben nicht könnte. So viel kann ich sagen. Halleluja!

ABER
Hier wird Tacheles gespielt. Leider, leider haben die Isländer hier kein Chance. Es sei denn, Zlatko Dalić nimmt seine Gelbmarkierten raus und schont sie für Aufgaben in der Play-off-Phase. Aber es bringt ja nichts. Denn … aber dazu später mehr.

Naja, also gehen wir mal von einer Quasi-B-Mannschaft der Kroaten aus und dass es ihnen scheißegal ist, ob sie anschließend Dänemark oder Frankreich aus dem Spiel um den Pokal nehmen, dann, ja dann, geht das Spiel hier 3:0 für Island aus, weil ich es so will, verdammt nochmal. Alle drei Tore kommen zum Abschied von dieser WM vom guten Alfreð Finnbogason. Die Isländer sind happy, die Kroaten sind weiter. Du wunderbarer Fußball.

NIGERIA vs. ARGENTINIEN
Natürlich wird hier, und ich habs eben beinahe schon verraten, Nigeria Argentinien sowas von nach Hause schicken, dass einem vom Zusehen allein sämtliche Knöpfe von den Blusen platzen. Das ist ja wohl ausgemachte Sache. Und zwar Musa, Musa, immer wieder Musa, der zwar nicht unbedingt rechte Außenläufer der Ungarn (ja, meine Güte) verliert den Ball auch nicht an Schäfer, das war ja ein ganz anderes Spiel, aber hier und heute pimmelt Ahmed Musa zwei der vier Tore für und von Nigeria derart zielgerecht in die Bude der Argentinier, dass auch hier wieder viel geweint wird.  Was soll man sagen. Die Einmannschau hat eine Ende. Und beim nächsten Mal kommen wir wieder mit einer richtigen Mannschaft, gä?! Aber heute ist nicht viel zu löten. Wer soll denn auch die Elfmeter reinknusen, wenn jetzt schon der Weltfußballer versagt. Da ist doch Sand im Getriebe. Zeit also, einen ganz traurigen Tango Richtung Südwesten zu pardummseln und Aufwiederhähnchen zu sagen, liebe Argentinier. Nix gegen euch, aber nu … es hat halt nicht sollen sein, gä!

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