Hominger Bandinger – Tag 006

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Alternetive: Hinterm Haus rumlungern.

Skype und Zoom und dergleichen, das ist die Zukunft. Und eines Tages können die wieder in ihre Bars und wir wohnen dann im Wald und reden mit den Füchsen. Herrjeh, der Fuchsbandwurm!!! Ja, also. Mir wäre das recht. Vielleicht bekommt man auch beruflich mehr geschaffen, wenn man mal konzentriert vor sich hinarbeitet. Das habe ich ja verlernt, in den letzten Jahren. Wir arbeiten auf dem Ponyhof (die Agentur wohnt in einer alten Burg und dort ist auch eine Reitschule untergebracht) im alten Rittersaal und da sind wir zusammen in eben diesem Rittersaal und ich mit meiner Hochsensibilitätskacke am Hals. Und das ist verbrieft. Das habe ich nicht im Rahmen von ein paar Online-Tests festgestellt. Da waren Profis (m/w/trans) am Werk. Und das ist nicht einfach, wenn man alles, alles, alles mitkriegt, was so im Großraumbüro passiert. Und dann auch noch Tinnitus und die Mouches volantes und die Nervenbrennereien. Manchmal muss ich ja selbst lachen, was ich für ein Wichskrüppel ich bin. Und ich kann ja auch noch nicht mal weglaufen. Laufen … HAAHAHAHHAAAHAH!!! Naja. So und deshalb ist das hier auch nicht mehr Aufwand. Man muss alles so nehmen wie’s kommt, das ist meine absolute, von den Umständen in mich reingehämmerte Maxime. Und so wird’s dann auch gemacht. Wenn also unsere Agentur Schaden nimmt, an diesen Umständen, dann werde ich diese Fackel nehmen und irgendwie geht’s dann weiter. Ja, manchmal wache ich um 2:15 Uhr in der Nacht auf und mache mir Sorgen. Aber das schaffe ich demnächst ab. Das muss aufhören. Lang lebe das Zuversichts-Ich.

Und so ist es. Ich weiß gar nicht, was ich ohne diese leidige Ironie machen würde, die mich ja auch vergiftet hat. Die Ironie hat mich fest im Griff. Nur die Frau weiß mehr von mir. Und dieser Plüschhund da drüben. Der weiß auch so einiges. Mit dem lag ich schon in dieser Wohnung in Berlin, die 100 Mark Miete kostete, die aber dafür komplett verschimmelt war, was man aber nicht sehen konnte, weil das in Ecken und hinter den Dingen stattfand, das mit dem Schimmel. Nur die Sporen flogen herum und entzündeten sich in meinen Ohren, was Schmerzen hervorrief, die mir den Verstand geraubt haben. Da war der Plüschhund auch da und hat sich das angeschaut. Ironie kam mir da nicht in den Sinn und das hat der Plüschhund auch gemerkt und er sagte: “ Jå jåå, da sitzte nun da und willst dein Kopp gegen die Wand hauen. Aber, hier, mal’n Tipp vom Profi: Geh doch mal zum Halsnasenohrenarzt.“ „Meinst Du?!“ fragte ich ihn ungläubig. „Wenn ich es Dir sage!“ sagte der Plüschhund und ich ging zum Halsnasenohrenarzt in der Böckhstraße. Der Halsnasenohrenarzt sagte: „Fffffffffssz!!!“ und verordnete mir vier Spritzen in den Hintern am Tag für sechs Wochen. „Fffffffffssz!!!“ sagte ich und ließ mir die erste Spritze in den Arsch rammen, also nicht direkt in den Arsch, eher so knapp daneben. Die Spritze war da. 1 Meter lang und das mir, mit meiner Trypanophobie, die ja damals noch Aichmophobie hieß. Anschließend holte ich mir einen Döner bei dem Dönerladen in der Boppstraße. Da mochten sie keine Almans, aber so weit kommt’s noch. Ich bin für freies Bürgertum im Rahmen der Gesetzeslage. Und ich war auch stets ein freundliche Kunde. Irgendwann haben die da sogar gelächelt. Naja. Viermal am Tag Döner, das war die Grundlage dieses wundervollen Körpers, der mir gehört. Der Plüschhund hat stets gewarnt. Aber das wollte nicht hören. Hätt ich mal.

22.03.2020 / 0:45 Uhr

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