Ich sags mal so – Tag 34

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Also, ich sag’s mal so … es ist quasi ja nur interessant, die Dinge aufzuschreiben, wenn sie auch passiert sind. Nur jetzt sind die Dinge nicht passiert. Manchmal höre ich den Prof. Drosten und dann denk ich, was redet der denn da und dann fällt’s mir siedend heiß ein: wir haben Corona. Ich muss mich kurz schütteln und ich versuche, mich zu erinnern, wie das früher war. Wie das sonst ist. Ob das sonst überhaupt noch normal™ ist oder ob das hier schon normal ist.

Wenn ich sehe, was für ein Aufwand zum Beispiel orthodoxe Juden betreiben, um in ihrem Sinne zu leben, das erscheint mir doch reichlich übertrieben und ich frage mich ob ein Gott dann sagt, „Super, das ist genau im meinem Sinne, damit kann ich leben.“ oder ob er sich sagt: „Lol, die Menschen machen aber auch Sachen. Warum eigentlich? Ich hab sie doch auch so lieb. Wenn sie nur menschlich sind. Also wenn sie ganz normal sind.“ Und dann sagen die Menschen: „Aber was ist normal?“ und eventuell sagt der Gott dann: „Ja Leute, also wenn ihr das nicht wisst …“. Und dann kukken die Menschen dumm aus der frisch gewaschenen Wäsche und auf ihre zwei Küchel, das geschächtete Lamm, den vetrockneten an einen Baum genagelten Oberarm und den malträtierten Mann mit der Dornenkrone da oben an der Wand und wissen erstmal auch nicht weiter. Also so könnte das sein. Aber zurück zu meinem eigentlich Gedanken. Wenn jetzt also eine Familie orthodoxen, mosaischen Glaubens uns hier anschaut, wie wir heulen, weil da jetzt die Corona-Regeln herrschen, naja herrschen ist vielleicht zu viel gesagt, aber halt … Sie wissen schon. Dann müssen die eventuell lachen, wie wir uns anstellen. Oder Leute, die sich irgendwelche Scheiben in die Unterlippe klemmen oder Leute, die in Sibirien leben. Mit denen kann man sich ja mal über leere Supermarktregale unterhalten. Von den Kindern in den Säureminen, die bis zum Hals in der Scheiße stecken, möchte ich gar nicht reden.

Also eventuell, aber auch nur eventuell, können wir alle, je nach Ausrichtung, Religion und/oder gefühltem Level vermeintlicher Aufklärung, jemandem danken oder einfach nur der Lebensgefährtin (m/w/g/trans/etc.) oder dem Pizzabäcker. Aaah, Pizza wäre jetzt geil. Schön mit Champignons, Oliven, Sardellen und extra Käse. Meinetwegen auch mit Kapern. Ja, Kapern find ich was ganz Tolles.

Und nun möchte ich noch die Serie „Unorthodox“ von Maria Schrader empfehlen. Wenn man da nebenher arbeiten oder das hier verfassen möchte, empfiehlt es sich, jiddisch zu verstehen, denn sonst bekommt man nur die Hälfte mit und muss dauernd seine Frau (m/w/g/trans/etc.) fragen, was der Typ grad gesagt hat. So ist das. Nehmen Sie das mal einfach so hin und widersprechen Sie mir nicht andauernd.

Shalömchen.

איך ליבע איר. (also Sie jetzt)

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